Gemeindevertreter stimmten zu

„Rote Schule“ in Friedewald soll verkauft werden

Die „Rote Schule“ in Friedewald wird verkauft. Das wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung beschlossen.
+
Die „Rote Schule“ in Friedewald wird verkauft. Das wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung beschlossen.

Die „Rote Schule“ in Friedewald soll verkauft werden. Die Immobilie steht seit geraumer Zeit leer und ist stark sanierungsbedürftig.

Friedewald – Die Friedewalder Gemeindevertreter haben in ihrer vierten Sitzung innerhalb der laufenden Legislaturperiode mehrere Anträge beschlossen: Eine Anpassung der Gebührenordnung für die Gemeinschaftshäuser sowie eine Änderung des Bebauungsplans „Im Rötchengarten“, sie fassten einen Grundsatzbeschluss zum Verkauf der „Roten Schule“ und ebneten auf Antrag der SPD-Fraktion den parlamentarischen Weg für die Abschaffung der Straßenbeitragssatzung.

Alle Beschlüsse wurden dank guter Vorbereitung in den Ausschüssen einstimmig gefasst.

Die Gebührenanpassung für die Nutzung der Gemeinschaftshäuser wurde laut Beschlussvorlage durch die angeschlossene Erweiterung verbunden mit einer umfangreichen Sanierung der Friedewalder Festhalle erforderlich.

Gebühren für Festhalle

Während die Gebühren für Nutzer der Festhalle zum Teil nicht unerheblich steigen, werden sie für die Gemeinschaftshäuser in den Ortsteilen nicht angetastet. So steigt beispielsweise für Einwohner der Gemeinde die Benutzungsgebühr pro Tag für Familienfeiern von 100 auf 150 Euro. Während bislang Küchen- und Thekenbenutzung kostenlos waren, fallen dafür zukünftig 25 Euro beziehungsweise zehn Euro an.

Die Betriebskosten hingegen wurden für alle Gemeinschaftshäuser auf Pauschalen umgestellt. Bürgermeister Dirk Noll sprach in diesem Zusammenhang von einer Mischkalkulation, mit der die Abrechnung vereinfacht werden soll.

Neue Mehrfamilienhäuser

Auf der Wiesenfläche zwischen Gartenstraße und Hönebacher Straße beabsichtigt ein Bauträger drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils neun Wohneinheiten zu errichten. Die erforderliche Änderung des Bebauungsplans „Im Rötchengarten“ brachten die Parlamentarier nach vorausgegangener Empfehlung durch den Haupt- und Finanzausschuss auf den Weg.

Bedenken der Anlieger hinsichtlich des zu erwartenden höheren Fahrzeugaufkommens wurde dahingehend Rechnung getragen, dass die Gemeinde die Entwicklung der Verkehrssituation in den möglicherweise betroffenen Anliegerstraßen beobachten und gegebenenfalls verkehrsrechtliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung umsetzen wird.

Verkauf der „Roten Schule“ einleiten

Auch der Veräußerung der Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten „Roten Schule“ in Friedewald, die seit geraumer Zeit leer steht, stimmten die Gemeindevertreter auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses zu.

Insbesondere aufgrund der baulichen sowie der energetischen Situation bedarf die Liegenschaft einer dringenden Grundsanierung, was nicht unbedingt Aufgabe der Gemeinde sei, begründete Bürgermeister Noll den geplanten Verkauf. Der Gemeindevorstand werde jetzt alle hierzu erforderlichen Schritte wie Wertermittlung, Grundstücksteilung und öffentliche Ausschreibung in die Wege leiten.

Straßenbeiträge sollen abgeschafft werden

Auf Antrag der SPD-Fraktion werden sich die Gemeindevertreter in ihrer nächsten Sitzung mit der Abschaffung der Straßenbeitragssatzung beschaffen. Fraktionsvorsitzender Bernd Iffland begründete den Vorstoß mit der einseitigen Belastung der Anlieger, die im Rahmen der Ersterschließung bereits an den Kosten beteiligt seien. Ferner sei es ungerecht, lediglich direkte Anlieger zur Kasse zu bitten, da die Straßen auch von Nichtanliegern genutzt würde. Auch die Offene Liste schloss sich dieser Argumentation an und begrüßte den Vorschlag, wie Michael Joppich erklärte.

Jahresabschluss

Weiterhin wurde der Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses des Wasserbeschaffungsverbandes „Ostteil, Kreis Hersfeld-Rotenburg“ für das Geschäftsjahr 2018 beschlossen. Wie Bürgermeister Dirk Noll erläuterte, wies der Jahresabschluss 2018 einen Fehlbetrag von 64 624 Euro auf, 2017 habe der Fehlbetrag noch bei 153 612 Euro gelegen. Zur Kenntnis genommen haben die Gemeindevertreter den Jahresabschluss 2019 sowie den Bericht über das 2. Quartal 2021.

Bürgerversammlung

Aus dem Rathaus konnte Bürgermeister Noll unter anderem vermelden, dass die Auftragsvergabe zur Beschaffung eines Staffellöschfahrzeugs 20/25 für die Feuerwehr Friedewald/Lautenhausen erfolgt sei. Auch die Planungen zur Errichtung des Gesundheitszentrums würden voranschreiten. Während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 25. Oktober ist dazu eine öffentliche Präsentation des Architekturbüros Dietz vorgesehen. Am 28. Oktober findet in der Festhalle eine Bürgerversammlung statt, in der insbesondere Informationen zur gewerblichen und wohnbaulichen Entwicklungsplanung gegeben werden. (Thomas Landsiedel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.