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Frauen-Fußball-EM: Public Viewing in Rotenburg mit deutschen Spielen

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Fußballabend im Schlosspark: Unsere Aufnahme entstand im Sommer 2021 beim Spiel Deutschland gegen Frankreich, als noch Coronaregeln galten. Etwa 200 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen damals die 0:1-Niederlage der Löw-Elf.
Fußballabend im Schlosspark: Unsere Aufnahme entstand im Sommer 2021 beim Spiel Deutschland gegen Frankreich, als noch Coronaregeln galten. Etwa 200 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen damals die 0:1-Niederlage der Löw-Elf. © Wilfried Apel

Die Sportagentur Speed lädt zum Public Viewing der Fußball-EM nach Rotenburg ein. Sie hofft darauf, dass die Fans mit einem Besuch ein Signal senden.

Rotenburg – Bei der Fußball-Europameisterschaft der Frauen in England sitzen die Fußballfans zumindest in Rotenburg in der ersten Reihe: Die Sportagentur Speed (Neuenstein) organisiert ein Public Viewing im Rotenburger Schlosspark, bei dem zumindest die drei deutschen Vorrundenspiele gezeigt werden.

„Erstmals bieten wir als Agentur bei einer Frauen-EM ein Public Viewing an. Es geht uns darum, ein Zeichen zu setzen. In der Sportagentur liegt der Fokus auf der Förderung des Sports und sportlicher Aktivitäten insgesamt, unabhängig vom Geschlecht“, sagt Heide Aust, Inhaberin der Sportagentur Speed. Und ihr Mitarbeiter Klaus Hartwig ergänzt: „Es geht einfach um die Angleichung der Standards.“ Sprich: Frauen und Männer sollen auch im Sport gleich behandelt und gleich wahrgenommen werden.

Berlin und Rotenburg: So zeichnet der Verein Equaletics die Karte des Public Viewings zur Frauen-EM.
Berlin und Rotenburg: So zeichnet der Verein Equaletics die Karte des Public Viewings zur Frauen-EM. © Equaletics

Das sieht auch der Verein Equaletics so, der sich laut seines Internetauftritts für Chancengleichheit im Sport einsetzt. Auf eine Umfrage des Vereins, wer denn wo Public Viewing bei der Frauen-EM anbietet, meldeten sich allerdings nicht viele, wie Heide Aust weiß: „Es waren wohl drei Veranstalter aus Berlin und eben wir.“ Aus dieser – zugegeben nicht wirklich repräsentativen – Erhebung erstellte Equaletics eine Deutschlandkarte, die allein Berlin und Rotenburg als Orte ausweist, an denen Public Viewing geplant ist. Die weißen Flächen der Karte, so der ironische Zusatz, zeigten, wo „definitiv auch Public Viewing geplant sein sollte“.

Resonanz nicht einschätzbar

Heide Aust und Klaus Hartwig geben zu, dass sie überhaupt nicht einschätzen können, wie die Resonanz auf ihr Angebot ausfällt. „Wer es wichtig findet, dass die Spiele beim Public Viewing gezeigt werden, der sollte möglichst auch auftauchen“, sagt Aust. „Denn wenn niemand kommt, fragt sich jeder Veranstalter, warum er solch ein Angebot schaffen sollte.“

Mit 100 Zuschauerinnen und Zuschauern pro Spiel wären Aust und Hartwig zufrieden: „Das wäre ein Signal, dass das Interesse da ist.“ Erfahrung mit dem Angebot im Schlosspark haben sie im vergangenen Sommer gesammelt.

Keine Coronabeschränkungen

Bei der EM der Männer waren unter Coronabeschränkungen zu jedem der vier Spiele der deutschen Elf die erlaubten 200 Fans gekommen. Die Coronabeschränkungen fallen in diesem Jahr allerdings komplett weg, Tests sind nicht notwendig, und auch Eintritt wird im Gegensatz zum vergangenen Jahr nicht erhoben.

Liegestühle stehen bereit

Im Schlosspark stehen jedenfalls die Liegestühle für die Fans bereit. Wie 2021 setzt Speed auf die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Das Bier wird in der angrenzenden Biermanufaktur gebraut und frisch gezapft. Obendrein gibt es Hausmacher-Bratwurst vom Grill oder eine ofenfrische Brezel. Getränke und Essen können wieder bequem per SMS oder WhatsApp bestellt werden und werden während des Spiels an den Platz geliefert. Aust: „Das hat im Vorjahr gut funktioniert, so verpasst niemand etwas vom Spiel, und in der Pause müssen die Fans nicht anstehen.“

Da müssen nun nur noch die deutschen Fußballerinnen mitspielen. Den letzten Test gegen die Schweiz gewannen sie mit 7:0. Die Vorrundengegner – allen voran Mitfavorit Spanien – sind allerdings von anderem Kaliber. (Rainer Henkel)

Vorrundenspiele beginnen um 21 Uhr

Im Rotenburger Schlosspark sind – zunächst einmal – alle Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft zu sehen: am Freitag, 8. Juli, gegen Dänemark, am Dienstag, 12. Juli, gegen Mitfavorit Spanien, und schließlich am Samstag, 16. Juli, gegen Finnland. Spielbeginn ist jeweils um 21 Uhr, ab 20.15 Uhr ist Einlass. Der Eintritt ist frei. Ihr Viertelfinale würde die deutsche Auswahl am 20. oder 21. Juli bestreiten, das Halbfinale am 26. oder 27. Juli – jeweils auch um 21 Uhr. Das Endspiel findet am Sonntag, 31. Juli, ab 18 Uhr im Londoner Wembleystadion statt. (rai)

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