Geld fürs Familienzentrum ist da

1,2 Millionen Euro für Umbau des alten Finanzamtes in Rotenburg

Symbolträchtige Mitbringsel: Bürgermeister Christian Grunwald bekam von Staatssekretärin Dr. Bernadette Weyland eine Flasche Wein und ein Sparschwein mit Signatur überreicht. Im Gegenzug gab’s für sie eine Ahle Wurst und ebenfalls Wein. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Ein Sparschwein und eine Flasche Wein des Jahrgangs 2012 – Beginn des Schutzschirms – und vor allem die Zusage über viel Geld: Das brachte Staatssekretärin Dr. Bernadette Weyland mit ins alte Rotenburger Finanzamt.

Der Ort war am Freitag mit Bedacht gewählt: Hier soll das neue Familienzentrum der Stadt entstehen.

Die Staatssekretärin überreichte mit vielen Lobesworten über die gute Entwicklung der Rotenburger Finanzen einen Bewilligungsbescheid über 1,2 Millionen Euro. Das Geld wird überwiegend in die Umgestaltung des alten Finanzamts zu einem Familienzentrum fließen, das schon am 1. August 2018 seine Pforten öffnen soll.

Petra Rang, die Koordinatorin der Rotenburger Kindertagesstätten, erläuterte den vielen Gästen aus Stadtpolitik, Landesfinanzschule und Landes-Immobilienverwaltung das Raumkonzept des historischen Gebäudes. Es soll nach den Plänen von Architekt Thomas Rabe noch einen würfelartigen Anbau mit einem Multifunktionsraum bekommen. Das Gebäude wird mit einem Aufzug ausgestattet.

Insgesamt entstehen auf zwei Geschossen fünf große Funktionsräume mit den notwendigen Nebenräumen für die Kindertagesstätte, die jetzt noch an der Egerländer Straße betrieben wird. Die historischen Elemente wie Parkettböden und Türen bleiben erhalten. Das Dachgeschoss ist dem Familienzentrum vorbehalten. Dort gibt es genügend Zimmer für Beratungen durch Kooperationspartner der Stadt und einen Multifunktionsraum, der für Vorträge, Bewegungsangebote oder Baby-Massage genutzt werden kann. Die Staatssekretärin zeigte sich begeistert von den Plänen und versprach, sich die fertige Einrichtung anzusehen.

Vor dem Rundgang ging es um den Schutzschirm, der in Rotenburg flott abgearbeitet worden war: Schon zum dritten Mal in Folge wurde ein ausgeglichener Haushalt, zweimal sogar mit Überschuss, vorgelegt. Das Land leistete im Gegenzug elf Millionen Euro Entschuldungshilfe.

Bürgermeister Christian Grunwald nannte den Schutzschirm erneut einen Segen für die Stadt und dankte Mitarbeitern und Kommunalpolitikern für die Unterstützung, die nicht nur kurzfristig aus einem Tief, sondern zu einer grundlegend soliden Finanzpolitik geführt habe.

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