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1000 Läufer werden anvisiert beim Red Castle Run in Rotenburg

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Von: Christopher Ziermann

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Natürliche Hindernisse wie die Stadtmauer gehören zum Parcours
Natürliche Hindernisse wie die Stadtmauer gehören zum Parcours. Archivfoto: Paul Bröker © Paul Bröker

Der Red Castle Run steht vor der Tür. Der Rotenburger Hindernislauf geht am Sonntag, 28. August, in seine dritte Auflage.

Rotenburg – Die Neuensteiner Sportagentur Speed rechnet mit rund 1000 Läuferinnen und Läufern – mit dem derzeitigen Stand von rund 700 Anmeldungen ist Klaus Hartwig aus dem Organisationsteam zufrieden, sagt er unserer Zeitung. Noch bis Sonntag kann man sich übers Internet für das Event anmelden.

Die Kinder- und Familienrunde ist vier Kilometer lang, für Erwachsene gibt es die Auswahl zwischen acht und 16 Kilometern. Dabei gilt es, in der Stadt, auf dem Gelände der ehemaligen Alheimer-Kaserne und im Wald mehr als 30 Hindernisse zu überwinden. Das Pfund, mit dem die Sportagentur in Rotenburg wuchert, ist dabei die innerstädtische Kulisse. Die Fulda und Elemente wie die Stadtmauer als natürliche Hindernisse und das große Interesse in der Bevölkerung machen den Reiz des Laufes aus, sagt Klaus Hartwig – auch für Lauf-Enthusiasten von weiter her, die mehrere solcher Matsch- und Hindernisläufe im Jahr absolvieren.

Vergleichbare Läufe, die es von Großveranstaltern in ganz Deutschland gibt, finden oft auf abgelegenem Gelände statt. In Rotenburg stehen die Zuschauer am Gartenzaun. Die Stadtkulisse und die enge Einbindung zahlreicher regionaler Unternehmen sorgen für ein großes Interesse unter den Einheimischen – als Teilnehmer und Zuschauer. 1200 Läufer waren bei der Erstauflage 2019 am Start, im vergangenen Jahr unter erschwerten Corona-Bedingungen 800.

Was das Wetter angeht, wünschen sich Hartwig und Speed-Chefin Heide Aust die goldene Mitte zwischen der großen Hitze der Erstauflage und dem kalten und verregneten Lauf im Vorjahr.

Am Samstag, 3. September, veranstaltet das Darmstädter Unternehmen Eventpower in Hohenroda den White Hills Run. Hier sind die Läufer auf sieben oder zehn Kilometern Länge am Fuße des Monte Kali im Gelände unterwegs. Auch diese Veranstaltung findet zum dritten Mal statt. 2020 waren rund 300 und im vergangenen Jahr 250 Läufer dabei. Für dieses Jahr haben sich bislang knapp 130 Teilnehmer angemeldet. „Das ist leider noch etwas verhalten. Wir hoffen, dass wieder so viele kommen wie bei den ersten beiden Malen“, sagt Bastian Berndt von Eventpower. Der Veranstalter setzt auf das bewährte Konzept, arbeitet aber auch an einer Überraschung für die Teilnehmer. In Hohenroda beträgt das Mindestalter 16 Jahre. Mit Erziehungsberechtigtem dürfen auch jüngere Läufer starten. (Christopher Ziermann)

Vereine bringen sich mit neuen Hindernissen ein

Personalengpässe, Materialmangel und Lieferkettenprobleme machen derzeit – infolge von Corona und Ukraine-Krieg – bekanntlich auch der heimischen Wirtschaft zu schaffen. Auch auf die Organisation des Red Castle Runs wirkt sich das aus.

Die Veranstaltung zeichnet sich durch eine enge Verzahnung und große Unterstützung von regionalen Unternehmen aus, die zum Beispiel Hindernisse gebaut haben. „Einige Sponsoren schaffen es dieses Jahr leider nicht. Viele stellen uns trotzdem Material wie Fahrzeuge und Erdbohrer zur Verfügung und unterstützen uns eben im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten“, sagt Klaus Hartwig.

Er sei dankbar um jeden Sponsor der ersten Stunde. Alle schon fertig gebauten Hindernisse der ersten beiden Läufe 2019 und 2021 stehen aber auch weiterhin zur Verfügung. Darunter sind zum Beispiel ein Windkanal des Bad Hersfelder Unternehmens Trox X-Fans und ein „Rooftop“ des Rotenburger Dachdecker-Betriebs Heupel.

Die Teilnehmer des „Red Castle Run“ kämpften sich durch die Hindernisse zu Land und zu Fluss. An dem Hindernislauf in Rotenburg nahmen am 29.08.2021 mehr als 800 Läufer teil.
Die Teilnehmer des „Red Castle Run“ kämpften sich durch die Hindernisse zu Land und zu Fluss. An dem Hindernislauf in Rotenburg nahmen am 29.08.2021 mehr als 800 Läufer teil. © Paul Bröker

Neu dabei sind dafür das Familienzentrum mit einem Geschicklichkeitsparcours und drei Vereine: Die Rotenburger Reiter, die Bounty Bows und der FC Lommel organisieren jeweils ein neues Hindernis. Für den Schlossinnenhof war die Sportagentur auf der Suche nach einer neuen Option. Bislang stand dort die aufwendige „Tecbox“ von Mundinger Engineering: ein Labyrinth, in dem die Ingenieure zwischen Personen-Rollbrett, Balancierbalken und Waschanlagen viel ihres technischen Know-hows versteckt haben. Der Innenhof muss aber schon am Montagmorgen wieder als Parkplatz für die Finanzschüler zur Verfügung stehen. Dort bauen nun die Bounty Bows mit Unterstützung der MER – in Anlehnung an ihren Beitrag zum Strandfest-Umzug – eine neblige Drachenhöhle.

Außerdem ist Eilert Bretting mit seiner Eventagentour German Quest dieses Mal eng in die Organisation eingebunden. Er hat auf dem Kasernengelände und im Waldbereich oberhalb davon den Hut auf. Den Einfluss des Kletterpark-Betreibers wird man auch an der Strecke sehen. „Er weiß, worauf es im Wald ankommt und hat Erfahrung durch die Mountainbike-Rennen, die er organisiert“, sagt Hartwig.

Eine beruhigende Nachricht gibt es für alle Läufer, die beim Red Castle Run bislang am Steilstück vom Mündersbach hinauf zur Hexenlinde an ihre Grenzen kamen. Anstatt wie bislang gerade die Wiese hinauf geht es nun, mit weniger extremer Steigung, durch den Wald.

Die Internetanmeldung ist noch bis Ende der Woche freigeschaltet. Die Teilnehmer bekommen dann alle Unterlagen nach Hause geschickt. Die Anmeldung ist aber auch am Veranstaltungstag vor Ort möglich. (czi)

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