Besucher strömten bei schönstem Sommerwetter zur Hönebacher 700-Jahrfeier

700 Jahre Hönebach: 4000 Gäste auf Festmeile

In der Dorfschule ging es damals streng zu: Die Klassen waren mit über 30 Kindern sehr groß und zudem altersgemischt. Hier zeigt der Dorfschulmeister Burkhardt Friedrich (links) aus der Nähe von Vacha dem „Schüler“ Lukas Göttsche (8), wie man in altdeutscher Schrift schreibt. Vater Marko Göttsche (rechts) ist selbst ganz gespannt. Fotos: Alexandra Koch

Hönebach. 4000 Besucher strömten bei schönstem Sommerwetter am Sonntag zur Hönebacher 700-Jahrfeier. Höhepunkt war der Auftritt der Wildecker Herzbuben am späteren Nachmittag.

Auf der Festmeile - dem stehenden Festzug zur 700-Jahrfeier wurde Vielfältiges geboten - Ausstellungen, Mitmach-Aktionen, Informationen zur Historie des Ortes sowie musikalische und tänzerische Darbietungen. Auf zwei Bühnen fanden Vorführungen statt - präsentiert von Aktiven aus dem Ort sowie von Vereinen und Gesangsgruppen aus den Nachbardörfern.

„Zwei Jahre haben wir das Dorfjubiläum vorbereitet“, berichtete René Sufin von der Arbeitsgruppe „Infrastruktur“ des Vereins „700 Jahre Hönebach“. „Fast das gesamte Dorf ist heute aktiv“, lobte er das Engagement der Einwohner in den zahlreichen Arbeitsgruppen anlässlich des Jubiläums.

Lehrer schwang Rohrstock 

Auf der Festmeile war den ganzen Tag über etwas los. Eine historische Hochzeitsgesellschaft mit Brautpaar, Pfarrer, Blumenkindern und Hochzeitsgästen zog durch den Ort. Eine Dorfschule mit Dorfschulmeister lud dazu ein, auf den Holzbänken Platz zu nehmen und sich in altdeutscher Schreibschrift zu versuchen. Gelang das nicht, schwang der Dorflehrer auch schon mal den Rohrstock. Vielerlei Aktionen gab es für die Kinder; zum Beispiel Märchenstunden, einen Barfußpfad, Bogenschießen, ein nostalgisches Karussell, eine Schiffsschaukel, Ponyreiten und einen Kleintierzoo.

Durch den Ort zogen Musikkapellen: das Musikcorps Ufhausen und die Wildecker Musikanten. In der Kirche gehörten Orgelkonzerte und Andachten zum großen Festprogramm.

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Auf zahlreichen Höfen wurde gezeigt, wie früher gelebt und gearbeitet wurde. Alte Handwerkszeuge und landwirtschaftliche Geräte wurden ausgestellt. Es wurde gezeigt, wie früher gewaschen und der Haushalt geführt wurde, wie Landwirtschaft betrieben und Tiere gehalten wurden, und was es bedeutete, Selbstversorger zu sein. Ein Thema war daher auch die Hausschlachtung.

Früher gab’s alles am Ort 

Die ehemaligen Geschäfte im Ort wurden in Erinnerung zurückgerufen. Es wurde gezeigt, was früher dort verkauft beziehungsweise welches Handwerk dort ausgeführt worden war. Denn früher gab es am Ort noch alles, was man für das tägliche Leben benötigte.

Festhöhepunkt mit den Herzbuben 

Der Höhepunkt auf der Festmeile am vergangenen Sonntag war der Auftritt der „Wildecker Herzbuben“ mit Wilfried Gliem, der aus Hönebach stammt, und Wolfgang Schwalm. Ihre Hits sind allgemein bekannt und mittlerweile Kult. Wilfried Gliem ließ sich diesen Auftritt nicht nehmen. Er schenkte ihn „seinem“ Dorf zum Jubiläum und suchte den persönlichen Austausch in einer anschließenden Autogrammstunde. Hunderte von Besuchern, die gezielt wegen dieses Extra-Konzerts in der Mitte Hönebachs gekommen waren, klatschten begeistert Beifall.

Von Alexandra Koch

700 Jahre Hönebach: Feier auf der Festmeile

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