Erfahrener Polizist aus dem Voglesbergkreis

Peter Lang (53) ist neuer Leiter der Polizeistation Rotenburg

Er hat sich schon ein wenig eingewöhnt: Polizeihauptkommissar Peter Lang ist neuer Chef der Polizeidienststelle Rotenburg. Am Donnerstag wurde er offiziell in sein Amt eingeführt. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Jetzt also die „Königsdisziplin": So bezeichnet der neue Leiter der Polizeidienststelle Rotenburg, Peter Lang, seine Arbeit.

„Wer lange im gehobenen Dienst gearbeitet hat, möchte irgendwann auch eine Dienststelle führen“, sagt er.

Der 53-Jährige ist ein erfahrener Polizist. Er stammt aus dem benachbarten Vogelsbergkreis, lebt auch heute noch mit seiner Familie in Grebenau. Nach Ausbildung und Diensten in Frankfurt sowie Auslandsaufenthalten ist er seit 2001 im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen beschäftigt - quasi ein Heimspiel. Man kennt sich unter Kollegen und er kennt die Arbeitsbedingungen in der Region.

Verantwortung getragen hat er schon immer - zuletzt als Polizeiführer vom Dienst, wo er rund um die Uhr Entscheidungen treffen musste. Über fünf Jahre hatte er dieses Amt inne. Außerdem hat er den regelmäßigen Fernfahrerstammtisch in Bad Hersfeld geleitet, bei dem sich Polizei und Fernfahrer über neue Entwicklungen austauschen.

Seit Anfang Mai ist Peter Lang in Rotenburg tätig - als Nachfolger des im vergangenen Jahr verstorbenen Joachim Stransky, den Lang auch persönlich kannte. Seine neuen Kollegen haben ihn freundlich aufgenommen, freut er sich.

Ein großes berufliches Abenteuer ist es indes nicht, eine Polizeidienststelle zu leiten, denn: „Die Abläufe in den Dienststellen sind nahezu gleich“, sagt er. Und diese Abläufe kennt der erfahrene Beamte. Natürlich musste er sich zunächst einen Überblick verschaffen, muss auch noch Land und Leute kennenlernen. Doch da ist Peter Lang ganz entspannt.

In die Rubrik Abenteuer fällt eher, was er Ende der Neunzigerjahre beruflich gemacht hat: Nach dem Bürgerkrieg in Bosnien war er dort Teil einer UN-Polizei-Mission. Und in Kabul arbeitete er im Ausbildungsbereich einer europäischen Mission.

„Solche Auslandseinsätze erweitern den persönlichen Horizont“, erzählt Lang. Und sie sorgen für ein bisschen Demut - privat und beruflich lerne man, die Umstände zu Hause wieder eher zu würdigen. „Hier klagen wir oft über den Amtsschimmel. Doch in anderen Ländern lernt man es zu schätzen, dass wir funktionierende Strukturen und Rechtsstaatlichkeit haben statt Willkür“, ist Langs Erfahrung.

Wenn man ihn nach seinem Leben außerhalb der Dienststelle fragt, erfährt man, dass Peter Lang ein leidenschaftlicher Handwerker ist. An Haus und Hof zu basteln entspannt ihn und macht ihm Freude. Er bestätigt auch unbefangen das Klischee, dass sich Männer gern in Baumärkten aufhalten.

Außerdem fährt er gern Motorrad, hat eine BMW 800 GS - nicht zum Rasen, sondern eher für gemütliche Touren, wie er sagt. Für solche Touren bietet sich seine neue Dienstheimat geradezu an. Und in ruhigen Stunden liest er - Sachbücher.

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