Coronatests für Mitarbeiter

Ab Montag gilt die Testpflicht für Unternehmen auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Eine Hand in Gummihandschuh hält einen kleinen Gegenstand mit einer rechteckigen Oberfläche.
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Ein Corona-Schnelltest. (Symbolfoto)

Viele Betriebe im Kreis Hersfeld-Rotenburg bieten bereits die seit Montag verpflichtenden Corona-Schnelltestes einmal pro Woche für ihre Mitarbeiter an.

Hersfeld-Rotenburg - Die Testpflicht für Firmen wurde vom Bundeskabinett beschlossen und ist in der Wirtschaft nicht unumstritten. „Von einer Pflicht halten wir nicht viel. Auf Freiwilligkeit zu setzen, wäre besser gewesen“, sagt Hans Wilhelm Saal, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, die 400 Betriebe in Hersfeld-Rotenburg vertritt. „Jeder Unternehmer hat schließlich ein Eigeninteresse, dass niemand aus der Belegschaft krank wird“, so Saal.

Der größte Arbeitgeber in der Region, K+S, hat nach eigenen Angaben bereits Anfang des Monats auf der Schachtanlage Hera in Philippsthal ein eigenes Testzentrum für die Mitarbeiter des Werks Werra errichtet, in dem Betriebssanitäter die Kumpel testen. Insgesamt beschäftigt der Konzern in Wintershall sowie Hattorf und den thüringischen Standorten Unterbreizbach und Merkers (Wartburgkreis) mit Auszubildenden rund 4300 Mitarbeiter.

Auch bei Versand-Gigant Amazon mit rund 3500 Menschen an zwei Standorten in Bad Hersfeld, sieht man die Testpflicht gelassen: „Wir sind vorbereitet, an unseren Standorten in Bad Hersfeld allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern freiwillige, kostenlose Tests anzubieten und haben das Konzept bereits dem Betriebsrat vorgestellt“, teilt Sprecher Stephan Eichenseher auf Nachfrage mit.

Bereits seit Mitte März bietet der Landkreis Hersfeld-Rotenburg seinen 940 Mitarbeitern einmal wöchentlich freiwillige Tests an.

Auch bei der Conti-Tochter Vitesco in Bebra erhalten die 790 Mitarbeiter nach Auskunft von Sprecherin Emerenz Magerl-Ziegler seit vergangener Woche einen Selbsttest pro Woche.

Die Strabag-Konzernlehrwerkstatt in Bebra bietet ihren 240 Auszubildenden und Mitarbeitern laut Sprecherin Birgit Kümmel jeweils zum Wochenbeginn einen Selbsttest an sowie – für diejenigen, die im Wohnheim untergebracht sind – einen zweiten Test in der Wochenmitte.

Ebenfalls gut aufgestellt sieht sich die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg. Die 387 Beschäftigten bekommen laut Vorstandssprecher Wolfgang Kurth regelmäßig Selbsttests und können sich seit dieser Woche zudem vom Betriebsarzt professionell testen lassen.

Klinikum: Infektionsgeschehen explodiert 

Im Klinikum Hersfeld-Rotenburg kommt die Testangebotspflicht positiv an. „Grundsätzlich begrüßen wir jede Maßnahme, die zu einer Eindämmung des aktuell explodierenden Infektionsgeschehens und der damit zwangsläufig folgenden Überlastung des Gesundheitswesens führt“, so Sprecher Werner Hampe. Das Testkonzept des Klinikverbunds sieht ein- bis zwei Tests pro Woche für die 3100 Mitarbeiter vor. (Sebastian Schaffner)

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