Alheimer-Kaserne bestand seit 1962

Abschied der Feldjäger: Bundeswehr hat Rotenburg verlassen

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Letztes Gruppenbild: Die 9. Kompanie des Feldjägerregiments 2 hat Rotenburg verlassen. Bürgermeister Christian Grunwald (vorne von links), Hauptmann Björn Guntrum, Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch und Kompaniefeldwebel Jan von Holten tauschten Erinnerungsstücke aus, ehe die Truppe zu ihrem neuen Standort Fritzlar abrückte.

Rotenburg. Es ist das Ende einer über 50-jährigen Geschichte: Mit den Feldjägern hat die letzte Einheit die 1962 eröffnete Alheimer-Kaserne in Rotenburg verlassen.

Zugleich ist es der endgültige Abschied der Bundeswehr aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Mit einem Stehempfang im Rotenburger Rathaus wurde die 9. Kompanie des Feldjägerregiments 2 verabschiedet. Ein militärisches Zeremoniell gab es nicht. Mit 30 Soldaten war die Bundeswehr vertreten, noch einmal so viele Gäste, darunter einige Reservisten, nahmen an dem letzten offiziellen Termin mit der Bundeswehr in Rotenburg teil.

Seit dem Umzug der Einheit von Neustadt nach Rotenburg 2009 war die Stadt zeitweilig der zweitgrößte Feldjäger-Standort Deutschlands, viele Feldjäger machten ihre Ausbildung in Rotenburg. Entsprechend würden die Soldaten mit Wehmut nach Fritzlar umziehen, sagte Hauptmann Björn Guntrum, der den Kompaniechef Major Henrik von Kannen vertrat: „Wir waren stolz, an einem Standort zu dienen, der sich klar zur Bundeswehr bekannt hat.“

So waren die Soldaten stets in das Stadtleben integriert. Sie waren aber auch bei mehreren Fuldahochwassern im Einsatz: „Ohne diese Hilfe wären die Schäden noch weitaus größer gewesen“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch. Er kann die Entscheidung, eine intakte und moderne Kaserne aufzugeben, noch immer nicht nachvollziehen. Und auch Bürgermeister Christian Grunwald erinnerte daran, dass die Stadt jahrelang für den Standort gekämpft habe: „Diesen Kampf haben wir verloren.“

So funktioniert ein Feldjäger-Dienstkommando

Die Abschiedsfeier wollte Grunwald aber auch als eine Solidaritätsbekundung mit der Truppe verstanden wissen: „Rotenburg bleibt in den Herzen auch in Zukunft ein Bundeswehrstandort.“ Die Soldaten würden zwar die Stadt verlassen, „aber Ihr Dienst für uns geht weiter."

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