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„Erna“ und andere Dieselrösser: Oldtimerfreunde auf historischen Traktoren trafen sich am Alheimer

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Von: Sebastian Schaffner, Wilfried Apel

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Begrüßte mehr als 50 Oldtimerfreunde aus verschiedenen Landkreisen auf dem Alheimer: Herbert Thomas (rechts), Vorsitzender des Historischen Maschinenrings Spangenberg.
Begrüßte mehr als 50 Oldtimerfreunde aus verschiedenen Landkreisen auf dem Alheimer: Herbert Thomas (rechts), Vorsitzender des Historischen Maschinenrings Spangenberg. © Wilfried Apel

Traumhaftes Frühlingswetter lockt am Karsamstag über 50 Oldtimerfreunde auf den Alheimer. Nicht per pedes, sondern per tractores. Mit aufwendig restaurierten Bulldogs von Heinrich Lanz, mit Schätzchen von Hanomag, MAN, Fahr, Fendt und Schlüter.

Rotenburg - Mit Schleppern, bei denen es nicht so sehr auf die Pferdestärke ankommt, sondern auf das Baujahr. Mit Fahrzeugen, die Senioren jung erhalten. So jedenfalls sieht es Herbert Thomas, der Vorsitzende des Historischen Maschinenrings Spangenberg (HMS), der die aus dem Schwalm-Eder- und dem Werra-Meißner-Kreis sowie aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg am „Dreiländereck“ angekommenen Vereinsmitglieder und die vielen Besucher am Zielpunkt der als Sternfahrt organisierten 35. Osterausfahrt des HMS begrüßt.

Nicht ohne Grund, denn ältester Traktorbegeisterter ist der 83-jährige Walter Hubenthal aus Herlefeld (Schwalm-Eder-Kreis), der mit seiner „Erna“ vorgefahren ist, einem von Eisenbereifung auf Luftbereifung umgerüstetes Kraftpaket von Heinrich Lanz, und dem man sein Alter ganz und gar nicht ansieht.

Mit glänzenden Augen erzählt er, wie seine Eltern zu ihrem im Kriegsjahr 1940 gebauten, 20 PS starken Lanz 3506 gekommen sind, wie alle im Dorf vom Bulldog profitiert haben und wie stolz er auf das von seiner Mutter Erna an ihn vererbte Fahrzeug ist.

Heinrich Kehr aus Landefeld, einem Stadtteil von Spangenberg, dessen Vater Karl-Heinz einer der Gründerväter des HMS war, hört ihm zusammen mit Sohn Burghard mit großem Interesse zu. Ähnliches passiert an den zahlreichen anderen Stationen auf der Freifläche an der Alheimerhütte.

Überall bilden sich rund um neu eintreffende, oft auf Hochglanz polierte Dieselrösser kleine und große Grüppchen. Volker Papenhagen aus Hesserode (Felsberg), einer der Organisatoren des HMS, der mit einem alten Feuerwehrauto vorgefahren ist, hat fast schon Mühe, allen Ankommenden einen Platz zuzuweisen.

Natürlich gibt es Bratwurst und kühle Getränke, sodass auch so mancher vorbeifahrende Biker oder kurz innehaltender Wanderer Rast macht und Oldtimer-Atmosphäre schnuppert. Und Herbert Thomas und seine Mitstreiter freuen sich, dass sie nach dreijähriger Pause mal wieder ein „volles Haus“ haben.

Von Wilfried Apel

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