Rotenburg: Neuer Verein soll ehrenamtliches Engagement bündeln

+
Bürgerrunde „Anpacken für Rotenburg“: 200 Besucher waren am Mittwochabend in das neue Bürger- und Tourismuszentrum am Bahnhof gekommen.

Rotenburg. Die neue Allianz für Rotenburg ist auf den Weg gebracht. 200 Stadtbewohner waren am Mittwochabend zur Bürgerrunde gekommen, um darüber zu diskutieren, wie das ehrenamtliche Engagement in der Fuldstadt neu organisiert werden kann.

Vier Arbeitsgruppen bereiten jetzt die Gründung eines neuen Vereins vor.

Aus dem Kultur- und Tourismusverein, dem Stadtmarketingverein und der Vereinigung Handel, Handwerk und Gewerbe (VHHG) mit ganz ähnlichen Zielen soll eine neue Gemeinschaft entstehen. Der künftige Verein, der vermutlich im April gegründet wird, soll das Engagement für Rotenburg bündeln und als schlagkräftige Vereinigung auch zu einem zentralen Ansprechpartner für die Verwaltung und die Politik werden.

VHHG-Vorsitzender Jürgen Dietrich hatte die Zuhörer als „liebe Freunde Rotenburgs“ begrüßt und den Plan vorgestellt. Dietrich stellte klar, dass im neuen Verein keine Politik gemacht werden soll. Es gehe darum, die Attraktivität der Stadt zu steigern, „wir alle sind dafür verantwortlich“. Nur wenn dies gelinge, könne sich Rotenburg im Wettbewerb mit anderen Städten behaupten. „Jeder ist willkommen, die Gemeinschaft macht uns stark“, sagte der VHHG-Vorsitzende. Und versicherte: Für den künftigen Vorstand „ist keiner ausgeguckt und da wird auch keiner ausgeguckt“. Das sei Sache der Menschen, die sich in der neuen Gemeinschaft engagieren wollen.

Die vier Arbeitsgruppen fanden rasch genügend Mitstreiter. „Wir reden ständig von früher, das hilft uns nicht weiter“, sagte Maik Schuchardt. Es gebe viel für die Zukunft zu tun, „dafür müssen wir uns jetzt einsetzen“. Dem pflichtete Rotenburgs künftiger Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) bei. Rotenburg brauche ein Stadtmarketing auf ideeller, ehrenamtlicher Ebene über alle Vereins-und Interessengrenzen hinweg. In den bestehenden Vereine wisse man: „So kommen wir nicht mehr weiter.“ Im Rathaus „rennen Sie bei mir offene Türen ein“, versprach Grunwald: „Es lohnt, sich für Rotenburg einzusetzen.“

Kritiker seien im neuen Verein willkommen, „die können uns sagen, wie wir es besser machen sollen“, erklärte Dietrich. Kritik gab es gar nicht, aber bereits die ersten Vorschläge für die künftige Vereinsarbeit. So wurde der Wunsch geäußert, den Steinweg endlich zur wirklichen Fußgängerzone umzugestalten. Dies habe die Stadt in 30 Jahren nicht auf die Reihe gekriegt. Und man solle überlegen, ob sich nicht ein hauptamtlicher und bezahlter Manager um das Stadtmarketing kümmern solle. Doch das gilt den Vereinsgründern noch als Zukunftsmusik. (ach)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.