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Amberbäume statt Kastanien: Auf dem Neustädter Friedhof in Rotenburg wird neu gepflanzt

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Von: Silke Schäfer-Marg

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Amberbäume ersetzen Kastanien: Hendrik Stöhr von der Firma Baumläufer hat die sieben jungen Bäume gemeinsam mit seinem Kollegen Nick Ried gesetzt. Der Rotenburger Friedrich Engelhardt ist jetzt zufrieden. Er hatte bei der Stadtverwaltung schon mehrfach nach den Ersatzpflanzungen gefragt.
Amberbäume ersetzen Kastanien: Hendrik Stöhr von der Firma Baumläufer hat die sieben jungen Bäume gemeinsam mit seinem Kollegen Nick Ried gesetzt. Der Rotenburger Friedrich Engelhardt ist jetzt zufrieden. Er hatte bei der Stadtverwaltung schon mehrfach nach den Ersatzpflanzungen gefragt. © Silke Schäfer-Marg

Friedrich Engelhardt hatte schon nicht mehr geglaubt, dass auf dem Neustädter Friedhof in Rotenburg Bäume nicht nur gefällt, sondern auch gepflanzt werden. Aber nun war es soweit.

Rotenburg – Anfang dieser Woche, ziemlich genau ein Jahr, nachdem acht alte Kastanien gefällt worden waren, haben Mitarbeiter der Firma Baumläufer sieben junge Amberbäume gesetzt. Zwei weitere sollten noch in den neuen Bauminseln im Bereich Schlosstor/Brückengasse gesetzt werden.

Friedrich Engelhardt blickt von seinem Wohnhaus aus direkt auf den Neustädter Friedhof, der gerade wegen seines Baumbestands von Besuchern eher als Park wahrgenommen wurde. Als acht alten Kastanien im Januar 2021 aus Sicherheitsgründen gefällt wurden, empfand nicht nur Engelhardt das als großen Verlust.

Die Ankündigung von Bürgermeister Christian Grunwald, dass es Ersatzpflanzungen geben werde, beruhigten ihn zunächst. Als aber im Frühjahr keine Bäume gesetzt wurden, begann Friedrich Engelhardt, als passionierter Jäger auch Baum- und Waldliebhaber, einen munteren Mailverkehr mit der Stadtverwaltung. Die Beweggründe, warum Bäume besser erst im Herbst und nicht gleich im Frühjahr gepflanzt werden sollten, waren nachvollziehbar für ihn. Im Frühjahr gepflanzte Bäume litten häufiger an Wassermangel und bedürften größerer Pflege, hieß es.

Doch als auch im Herbst nicht gepflanzt wurde, hakte der hartnäckige ältere Herr erneut nach – auch bei unserer Zeitung. Die bestellten Bäume seien nicht früher angeliefert worden, bedauerte Stadtsprecherin Annika Ludwig noch Ende der vergangenen Woche. Das Fachunternehmen werde die Anpflanzungen zu einem geeigneten Zeitpunkt vornehmen. Und dieser ist offenbar in dieser Woche.

Die Fachleute der beauftragten Firma sind jedenfalls hoch zufrieden mit der Wahl der Baumart: Amberbäume vertrügen Frost und Streusalz und könnten sich dem Klimawandel sehr gut anpassen. Sie würden bei Weitem nicht so viel „Dreck“ machen wie Kastanien, benötigten wenig Pflege, und ihre Herbstfärbung sei „sensationell“ schwärmte Mitarbeiter Nick Ried. Etwa 15 Meter hoch werde die gewählte Sorte. (Silke Schäfer-Marg)

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