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Rednex beim Annotopia in Rotenburg: Wahnsinnsshow der Techno-Cowboys

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Von: Wilfried Apel

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Der absolute Höhepunkt des Annotopia-Donnerstags: Die schwedische Band Rednex gab bei ihrem Auftritt vorm Landgrafenschloss richtig Gas.
Der absolute Höhepunkt des Annotopia-Donnerstags: Die schwedische Band Rednex gab bei ihrem Auftritt vorm Landgrafenschloss richtig Gas. © Wilfried Apel

Herrliches Frühlingswetter, eine trotz schriller Figuren und knatternder Motorräder angenehme, ja friedliche Atmosphäre und durch die Bank weg freundliche Menschen: Annotopia kommt im Rotenburger Schlosspark und drumherum zum fünften Mal so richtig in die Gang.

Rotenburg – Neben unzähligen Ständen gibt es allerorten Shows, angefangen beim Spielmann und bei Wilfried dem Magier auf der Naturbühne bis hin zur Pferdeshow, aufgeführt von den Pferdeenthusiasten von Gut Dankerode, sowie zum Circus of Fools und zum Striptease by Cracy auf der Endzeitbühne – natürlich erst ab 18.

Wer jünger ist, genießt am frühen Donnerstagabend vor der Kulisse des Landgrafenschlosses auf der Hauptbühne die Wahnsinnsshow der schwedischen Gruppe Rednex. Sie ist am Eröffnungstag das absolute Highlight, und wie nicht anders zu erwarten, bringen die drei bunten Techno-Cowboys und das wilde, blonde, offenherzige Cowgirl den Schlosspark in rasender Geschwindigkeit zum Beben. Nicht allein deshalb, weil sie sie auf der Bühne hin und her rasen, sondern vor allem, weil sie eingängige, ins Ohr hämmernde Musik machen: „Cotton Eye Joe“ und „Wish You Were Here“ zelebrieren sie geradezu, mit tollen Lichteffekten und so, dass das Publikum immer mit einbezogen wird: „I say Mary, you say Lou!“ Mit Zugabe „ackern“ sie eine irre Dreiviertelstunde lang und im Anschluss an ihre Show lassen sie sich auch noch ablichten.

Derweil wird die Feuershow vorbereitet, sehr zur Freude der aus Kassel als Endzeitschamanin angereisten Uta Hilgers. Mit dabei hat sie ihre Tochter Jennifer und deren im Mad-Max-Style „herausgeputzten“ Freund Christian Durstewitz sowie Julia Durstewitz und deren als Satanisten drapierten Freund Frank Rasmus, der privat in gleich zwei Death-Metal-Bands spielt. Uta schaut jedes Jahr bei Annotopia vorbei und sagt: „Es ist doch schön, für ein paar Tage in eine Fantasy-Welt einzutauchen, das lenkt ab vom nicht gerade einfachen Alltag, und irgendwie schöpft man dabei auch noch positive Energie.“

Energie scheinen auch die zu tanken, die am späten Abend in vielen gemütlichen Runden vor ihren im Schlosspark aufgestellten Zelten zusammensitzen. Hier und da kann man sich noch etwas zu essen kaufen: die obligatorische Bratwurst, aber auch Steaks, und als Nachtisch köstliche Mini-Pfannkuchen vom Poffertjes-Mann Nick Slachter. In gewissem Gegensatz dazu geht es auf der Hauptbühne dann wieder hart zur Sache: „Weißglut“, die Tribute-to-Rammstein-Band, tritt mit sechs Musikern auf und hämmert, was das Zeug hält. Ihr letzter, als Zugabe eindrucksvoll inszenierter Gig hat auf ganz besondere Weise sogar was mit dem am Donnerstag eigentlich ja auch noch anstehenden Himmelfahrtstag zu tun: „Wenn die Wolken schlafen gehen, kann man uns am Himmel seh’n. Wir haben Angst und sind allein, Gott weiß, ich will kein Engel sein.“ (Wilfried Apel)

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