Kritik an geplanter Umleitungstrasse

Ausbau der Landesstraße im Haselgrund in Rotenburg: Ortsvorsteher möchten Strecke im Tal

Schöne Aussicht, zweifellos: Ralf Wassermann, links, Ortsvorsteher von Dankerode, und Hans-Joachim Pohl, Ortsvorsteher von Seifertshausen, am R7 auf dem Petersberg. Unten im Tal liegt die Landesstraße. Dort wünschen sich die Ortsvorsteher auch den Radweg, den auch weniger fitte Menschen nutzen könnten.
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Schöne Aussicht, zweifellos: Ralf Wassermann, links, Ortsvorsteher von Dankerode, und Hans-Joachim Pohl, Ortsvorsteher von Seifertshausen, am R7 auf dem Petersberg. Unten im Tal liegt die Landesstraße. Dort wünschen sich die Ortsvorsteher auch den Radweg, den auch weniger fitte Menschen nutzen könnten.

Der Ausbau der Landesstraße im Haselgrund soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden, 2022 zwischen Lispenhausen und Schwarzenhasel, 2023 zwischen Seifertshausen und Dankerode.

Rotenburg – Weil die Straße so schmal ist, wird jeweils unter Vollsperrung gearbeitet. Für die Umleitung zwischen Seifertshausen und Dankerode sehen die Ortsvorsteher Probleme. Konkret geht es um die Ausweichstrecke für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge sowie Busse, die später komplett als Radwege genutzt werden soll. Geplant ist, so bestätigte auch Annika Ludwig, die Sprecherin der Stadt Rotenburg, einen Teil des Radwegs R7 dafür auszubauen. Der Radweg führt in Seifertshausen steil ansteigend zunächst auf einem Höhenweg parallel zur Landesstraße durch die Felder. Kurz hinter der Gemarkungsgrenze von Dankerode biegt ein Feldweg scharf nach links ab und führt, teilweise wieder steil, durch das Gelände „Paradies“ hinab zum Reiterhof in Dankerode. Dieser Feldweg würde ebenfalls ausgebaut und als Strecke für Busse und Rettungsdienste genutzt.

Die Ortsvorsteher Hans-Joachim Pohl und Ralf Wassermann bezweifeln, dass hier eine wirklich gute Lösung gefunden wurde. Drei Varianten gab es, bestätigte Annika Ludwig. Die gewählte habe die Zustimmung der Naturschutzbehörde gefunden. Nach Ende der Bauarbeiten soll der neu ausgebaute R7 mit der Erweiterung nach Dankerode weiter als Radweg dienen. Er sei aufgrund seines Profils mit Höhen und Tiefen besonders für E-Biker und anspruchsvolle Radfahrer interessant und werde so auch schon empfohlen. Fördergeld für das Projekt sei bereits beantragt worden. Baubeginn könnte Ende 2022 oder Anfang 2023 sein, sagte Ludwig.

Im „Paradies“: Der Weg führt hinab zum Reiterhof und soll ausgebaut werden, sodass er auch von Bussen und Rettungsdiensten genutzt werden kann.

Varianten, die die Ortsvorsteher für sinnvoller halten, klingen so: von Dankerode kommend, parallel zur Landesstraße, auf halbem Weg Überquerung des Haselbachs, entlang des Waldes nach Seifertshausen oder von Dankerode kommend, gleich komplett parallel zur Hasel, entlang des Waldes. Dass dann eventuell auch mit Landwirten über weitere Grundstücksflächen verhandelt werden müsse, ist den Ortsvorstehern klar.

Bürgermeister Christian Grunwald sagt dagegen: Diese Varianten seien bereits an langwierigen Grundstücksverhandlungen und an naturschutzrechtlichen Einwänden gescheitert. Einzig die jetzt gewählte Variante sei möglich, sonst müsse man auf den Radweg zwischen den Dörfern verzichten und es für die Bauzeit bei einer weiträumigen Umfahrung belassen. Dankerode würde dann für den Brandschutz beim Nachbarkreis angemeldet.

Und noch eine Idee: Weil die Landesstraße ohnehin verbreitert und auch ein Stück weg von der Hasel verlegt werden müsse, könnte man auch einen Streifen der jetzigen Trasse für Radfahrer optisch abtrennen, schlägt Ralf Wassermann weiter vor.

Für den geplanten Ausbau der Landesstraße zwischen Lispenhausen und Schwarzenhasel soll laut Annika Ludwig Anfang 2022 der Bau für eine Umleitung gestartet werden, die von Bussen und Rettungsdiensten genutzt werden soll. (Silke Schäfer-Marg)

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