Firmen präsentierten sich

Ausbildungsmarkt der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg: Auf der Messe zum richtigen Job

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Mechatronik: Martin Schäfer, zuständig für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung bei der Kreishandwerkerschaft und Mechatronik-Meister, weckte das Interesse für computergesteuertes Arbeiten am Reifen bei dem 14-jährigen Johannes Häde.

Jugendliche hatten beim Ausbildungsmarkt der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule die Chance, sich bei Azubis und Mitarbeitern verschiedener Firmen und Institutionen zu informieren.

Rotenburg - Die gute Nachricht gab Schulleiterin Sabine Amlung gleich vorweg: „Wer sich jetzt bewirbt, hat noch die komplette Palette der Ausbildungsberufe zur Verfügung“, sagte sie bei ihrer Begrüßung.

Das fordere viele junge Menschen zu eventuell schwierigen Entscheidungen heraus. Darum seien regelmäßige Veranstaltungen wie Ausbildungsmarkt und Ausbildungsmesse sehr wichtig. Mit der Allianz für Bildung und Innovation (ABI) habe man vor zehn Jahren ein wichtiges Netzwerk geschaffen, das einen regen Austausch zwischen Betrieben, Institutionen, Elternhaus und Schule ermögliche. 

„Wir hatten das Ziel, etwas für unsere Region zu tun und jungen Menschen eine berufliche Perspektive in ihrer Heimat zu geben und hierzubleiben“, ergänzte Jürgen Dietrich, Marktbereichsleiter der Rotenburger Sparkasse und ABI-Gründungsmitglied.

Die Jakob-Grimm-Schule ermögliche durch zahlreiche Praktika an allen Schulzweigen, dass die Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Menschen in den Betrieben kennenlernen können, würdigte Dietrich das Engagement der Schule. 

Schritte zur Arbeitswelt sind kürzer geworden

Welche Voraussetzungen braucht man fürs Finanzamt? Sachbearbeiterin Isabel Lenz erklärte es Annkathrin Krapf, Nicole Rain und Lea Sophie Mayer (von links).

Durch die Allianz seien die Schritte zur Arbeitswelt kürzer geworden, betonte auch Heike Schiller, Leiterin des Hauptschulzweiges und Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung. Die Praktika, die im Hauptschulbereich ab der siebten Klasse zum Schulalltag gehören, hätten sich spürbar positiv auf die Entscheidungsfindung der Jugendlichen ausgewirkt. „Mit der Berufsorientierung als Unterrichtsfach in der achten Klasse, Job-Coach Hartmut Schmidt, Ausbildungsmarkt und Messe sowie deren Vor- und Nachbereitung werden die jungen Frauen und Männer fit für die Zukunft gemacht“, ist die Pädagogin überzeugt.

38 Betriebe aus dem Landkreis und der Region präsentierten sich mit vielen Informationen, originellen Mitmachaktionen und süßen Give-aways. Die Bandbreite der Unternehmen und Institutionen war groß: Sie reichte von Firmen aus dem Einzelhandel und der Gastronomie über die Bereiche Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Logistik bis hin zu technischen Berufen und dem öffentlichen Dienst. 

Bei der Kreishandwerkerschaft erklärte Hubert Lorenz, Geschäftsführer für Personal und Finanzen, wie man einen Eiffelturm aus Styropor computergesteuert bauen kann. „Spannend“ fand das die 15-jährige Lena Hartung. Doch noch hält sie an ihrem Berufswunsch Metzgerin fest. Dafür hat sie bereits einige Praktika absolviert. Isabel Lenz, Sachbearbeiterin beim Finanzamt Hersfeld-Rotenburg, stellte ein Anforderungsprofil richtig: „Gute Deutsch-Kenntnisse sind bei uns wichtiger als Mathe“, erklärte sie.

Kurzweiliger Vormittag mit vielen Informationen

Der kurzweilige Vormittag bot so einiges für die Jugendlichen: Zwischen vielen informativen Gesprächen konnten sie Flaschenöffner aus Stahl oder Schlüsselanhänger aus Aluminium herstellen oder leckere Amerikaner mit Gummibärchen verzieren. Die Abgangsklassen von Haupt- und Realschule sorgten mit köstlichen Kuchen und Grillspezialitäten dafür, dass keiner hungrig nach Hause gehen musste. Zum Auftakt spielte das Blasorchester der JGS poppige Melodien.

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