20 Jahre Regionaler Hospizverein 

Ausstellung in Rotenburg: Durch Bilder ins Gespräch kommen

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Ausstellung in der Jakobikirche in Rotenburg: Bilder und Texte über Leben und Endlichkeit sahen sich auch Ute Kern und Pfarrer im Ruhestand Dr. Herbert Neie, links, an. Foto: Herbert Vöckel

Rotenburg. Gemeinsam unterwegs heißt eine Ausstellung zu Leben und Endlichkeit in der Jakobikirche in Rotenburg. Sie wird zum 20-jährigen Bestehen des Hospizvereins gezeigt.

Zu sehen sind zwölf Bilder des Malers Anselm, der auf der Nordseeinsel Langeoog zu Hause ist. Es handelt sich um beeindruckende Landschaftsmotive und einfühlsame Porträts. Sie sind verknüpft mit Texten und Zitaten aus dem reichen Literaturschatz des bekannten Liedermachers Rolf Zuckowski. Konzipiert und zusammengestellt hat die Ausstellung die Hanauer Hospizkoordinatorin, die Diakonin Kerstin Slowik. Sie ist mit der Lebens- und Sterbebegleitung eng verbunden. Auf ihre Anregung hin wurde das Projekt in Verbindung mit den Künstlern auf den Weg gebracht.

Gezeigt werden die Bilder mit den begleitenden Texten auf modernen Folienaufstellern im Halbkreis hinter dem Altar und im Gang auf der linken Seite der Jakobikirche. Die Ausstellung „Gemeinsam unterwegs“ ist noch bis Samstag, 10. November, täglich in der Zeit von 10 bis 16 Uhr zu sehen. Während dieser Zeit stehen auch Hospizbegleiterinnen den Besuchern für Gespräche zur Verfügung. Offiziell eröffnet wurde die Präsentation von Hospizverein-Vorsitzender Ursula Dangschat. „Sterben muss menschlicher werden“, sagte Dr. med. Ulrike Mäthrich vom Klinikum Bad Hersfeld in der Festansprache. Sie ist die Ansprechpartnerin in der Abteilung Palliativmedizin. Rückblickend sei ihr Tätigkeitsbereich ein Spätzünder im Vergleich der „Geschwister“ Hospiz und Palliativ. Im Landkreis seien sie keine Konkurrenten. Sie gehörten zusammen.

Palliativmedizin sei eine umfassende Versorgung von Patienten und ihren Angehörigen, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Ambulant oder stationär würden Menschen betreut, die an unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen leiden. Das seien vor allem Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen. Alte und Gebrechliche gehörten nicht dazu. Leistungen für diesen Personenkreis würden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

An den Hospizverein richtete die Ärztin die Bitte: „Bleiben sie wachsam!“ Zu Beginn der Festveranstaltung hatte Vorsitzende Ursula Dangschat über 20 Jahre ehrenamtliches Engagement im Regionalen Hospizverein Rotenburg berichtet. Wie ein Puzzle setzten Frauen die Aufgaben und Ziele der Hospizbewegung zu einem Rundbild in leuchtenden Farben zusammen.

Puzzleteile: Bettina Bengsch (Mitte) zeigt, was für sie zur Hospizarbeit gehört. Rechts Vereinsvorsitzende Ursula Dangschat, links montiert zweite Vorsitzende Irene Scherer die Puzzleteile.

Die segensreiche Arbeit des Vereins würdigten mit herzlichen Worten des Dankes mehrere Gäste: Dekanin Gisela Strohriegl, Landrat Dr. Michael Koch, Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald, Bebras Erste Stadträtin Ilse Koch, die auch Gründungsmitglied des Hospizvereins ist, und die Oberin des Kreiskrankenhauses Rotenburg, Karla Krause-Heid. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von Florian Maurer aus Hannover. Ein ökumenischer Festgottesdienst zum 20-jährigen Bestehen des Hospizvereins findet morgen, Dienstag, ab 19 Uhr in der evangelischen Kirche in Heinebach statt.

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