Zeichen stehen auf Grün

Awo-Seniorenzentrum in Rotenburg: Stadtpolitik entscheidet über Bauleitplanung

Noch Idylle pur: Auf dem Gelände zwischen Wilhelminenhof und Finanzamt sollen ein Pflegezentrum und seniorengerechte Wohnungen entstehen. Archivfoto: Silke Schäfer-Marg
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Noch Idylle pur: Auf dem Gelände zwischen Wilhelminenhof und Finanzamt sollen ein Pflegezentrum und seniorengerechte Wohnungen der Awo entstehen.

Die Zeichen stehen auf Grün: Die Rotenburger Stadtverordneten entscheiden am heutigen Donnerstag, 4. November, über ein geplantes Seniorenzentrum der Awo am Finanzamt entscheiden.

Rotenburg – Mit einer Überraschung ist nicht zu rechnen, wenn es um den Abschluss der Bauleitplanung für das Awo-Projekt an der Dickenrücker Straße geht. Die Zeichen stehen auf Grün für ein neues Seniorenzentrum auf der Fläche zwischen Wilhelminenhof und Finanzamt, zumal der Haupt- und Finanzausschuss den Bebauungsplan am Dienstag einstimmig durchgewunken hat. Demnach sollen auf der rund 10 000 Quadratmeter großen Fläche zwei Gebäudekomplexe entstehen. In einem zweigeschossigen Gebäude wird ein Pflegezentrum mit 60 Plätzen entstehen. In einem weiteren dreigeschossigen Haus sollen 27 seniorengerechte Wohneinheiten eingerichtet werden.

Die Besonderheit: Die Lage zum direkt angrenzenden Gelände des Reitvereins ermöglicht eine Zusammenarbeit zu Therapiezwecken. Die Awo habe bereits Erfahrungen in diesem Bereich in anderen Einrichtungen gesammelt, heißt es. Planungstechnisch wurde das berücksichtigt, indem die Grundstücke als „Dorfgebiet“ zusammengefasst und entsprechend bewertet wurden.

Die Bewohner des aktuell in der Rodenbergklinik betriebenen Altenzentrums würden dann an die Dickenrücker Straße umziehen. Für das Pflegezentrum geplant sind Hausgemeinschaften von jeweils 15 Frauen und Männern, die sich eine Wohnküche teilen und die Mahlzeiten gemeinsam planen und zubereiten – natürlich mit der Hilfe von Alltagsbegleiterinnen. Diese Wohnküche dient auch als Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten. Wer will, kann aber auch allein in seinem Zimmer essen. Das Hausgemeinschaftskonzept gibt es bereits seit 2004 im Awo-Altenzentrum in Sontra und hat sich nach Einschätzung des Geschäftsführers der Awo-Nordhessen, Michael Schmidt, bewährt.

Die benachbarten neuen Wohnungen sollen zwischen 53 und 70 Quadratmeter groß sein. Künftige Bewohner können die Anlage mitnutzen und Dienstleistungen wie ambulante Pflege oder Hausnotruf dazubuchen. (Silke Schäfer-Marg)

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