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Bald wieder KKH-Doppelspitze: Horst Beißel übernimmt kaufmännische Geschäftsführung

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Von: Daniel Göbel

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Freuen sich über die Verstärkung im Führungsteam des Rotenburger Kreiskrankenhauses: (von links) Pflegedirektorin Christina Harthausen, Ärztlicher Geschäftsführer Dr. Martin Oechsner, der neue kaufmännische Geschäftsführer Horst Beißel und Jan Dreher, kaufmännischer Vorstand des Diakonievereins.
Freuen sich über die Verstärkung im Führungsteam des Rotenburger Kreiskrankenhauses: (von links) Pflegedirektorin Christina Harthausen, Ärztlicher Geschäftsführer Dr. Martin Oechsner, der neue kaufmännische Geschäftsführer Horst Beißel und Jan Dreher, kaufmännischer Vorstand des Diakonievereins. © Daniel Göbel

Horst Beißel wird neuer kaufmännischer Geschäftsführer des Rotenburger Kreiskrankenhauses. Das gab die Klinik am Montag bekannt.

Rotenburg – Nachdem der kaufmännische Geschäftsführer des Rotenburger Kreiskrankenhauses (KKH) Andreas Maus aus privaten Gründen um seine Abberufung gebeten hatte, wurde nun dessen Nachfolger präsentiert: Ab April kommenden Jahres übernimmt Horst Beißel die Aufgaben des kaufmännischen Geschäftsführers und bildet damit zusammen mit dem medizinischen Geschäftsführer Dr. Martin Oechsner die Spitze der Klinik. Nach einer Sitzung des Beirats wurde dies am Montagnachmittag der Belegschaft während einer Mitarbeiterversammlung mitgeteilt.

Bereits seit drei Jahren arbeitet das Krankenhaus mit einer Doppelspitze. Dies habe sich bewährt, sagt Jan Dreher, kaufmännischer Vorstand des Diakonie-Trägervereins. „Wir haben dann ein zügiges, aber durchaus umfangreiches Bewerbungsverfahren organisiert und haben uns letztlich für Horst Beißel entschieden, der mit vielen guten Ideen und konzeptioneller Stärke überzeugt hat“, erläutert Dreher.

Der aus der Nähe von Köln stammende Beißel freut sich auf seine neuen Aufgaben und nimmt dafür auch gemeinsam mit seiner Ehefrau einen Umzug nach Rotenburg in Kauf. Besonders die Landschaft habe den passionierten Motorradfahrer überzeugt.

Der 45-Jährige hat das Krankenhaus-Management von der Pike auf gelernt. So habe er nach dem Abitur zunächst als Pflegekraft gearbeitet, war 15 Jahre lang in der Pflege tätig. Mit der Zeit habe er verschiedene Management-Tätigkeiten übernommen und war zuletzt acht Jahre lang als Geschäftsführer eines Diakoniekrankenhauses Teil einer Doppelspitze.

Auf den neuen kaufmännischen Geschäftsführer warten nach eigenem Bekunden viele Aufgaben. Die größten Brocken darunter seien nach wie vor die Coronakrise, zuletzt sei das Infektionsgeschehen wieder stark gestiegen, weshalb das Thema auch weiterhin nicht unterschätzt werden dürfe. Darüber hinaus sorge besonders die Energiekrise für Unklarheit und sei aus wirtschaftlicher Sicht eine starke Belastung für alle Krankenhäuser. Eine weitere Herausforderung sieht Beißel in der Rekrutierung und Bindung von Fachkräften. „Dieses Thema beschäftigt uns heute deutlich mehr als noch vor zehn Jahren.“

Das Führungsteam ist mit der Doppelspitze sehr zufrieden. Zuletzt war Oechsner allein für den medizinischen als auch den kaufmännischen Bereich zuständig. Auch für ihn sei die neue Besetzung eine Entlastung. „Die Medizinstrategie entscheidet maßgeblich über den Erfolg eines Klinikbetriebs. Das ist für einen Mediziner allein schwer zu managen. So lässt sich die Verwaltungsarbeit besser aufteilen und auch der Zugang zu Kostenträgern ist für einen kaufmännischen Geschäftsführer leichter“, erläutert Beißel.

Wie sich das Kreiskrankenhaus künftig konzeptionell aufstellt, will Beißel noch nicht verraten. Dafür sei es noch zu früh. Das Führungsteam sieht sich aber gut gerüstet. (Daniel Göbel)

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