Biotonne: AZV lehnt jeden zehnten Befreiungsantrag ab

Der Abfallwirtschafts-Zweckverband Hersfeld-Rotenburg, muss die Biotonne ab 1. Januar einführen. Foto: Marcus Janz

Hersfeld-Rotenburg. Viele Hausbesitzer im Kreis Hersfeld-Rotenburg wollen keine Biotonne. Jeder dritte Kunde des Abfallwirtschafts-Zweckverband (AZV) wird Biomüll selbst kompostieren.

Über 10.000 Anträge auf Befreiung von der Biotonne sind inzwischen beim AZV eingegangen. Das erklärte der stellvertretende Geschäftsführer Gerd Keidel auf Anfrage unserer Zeitung. Der AZV bedient etwa 29 000 Grundstücke im gesamten Kreisgebiet - mit Ausnahme von Rotenburg, Bebra und Ronshausen.

Rund 3000 Befreiungsanträge sind bereits bearbeitet, der Großteil wird akzeptiert. Nur jeder zehnte Antrag wird laut Keidel abgelehnt. Deshalb rechnet er, dass die Anschlussquote der Biotonne zunächst bei 60 Prozent liegen wird. Sie ist ab 1. Januar bundesweit gesetzlich vorgeschrieben.

Die Befreiung kostet nichts. Die Verbandsversammlung hat am Donnerstag wie erwartet die Vorhaltegebühr gekippt, die ursprünglich zwölf Euro im Jahr kosten sollte. Hintergrund sind Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Gebühr. (mcj)

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