Schattenspender im Waldschwimmbad sind weg

Birken im Rotenburger Freibad fielen erst der Trockenheit und dann der Axt zum Opfer

Viel sattes Grün, viel Sonne – aber derzeit kaum schattige Plätzchen: Auf der Liegewiese im Rotenburger Waldschwimmbad mussten die drei großen Birken gefällt werden.
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Viel sattes Grün, viel Sonne – aber derzeit kaum schattige Plätzchen: Auf der Liegewiese im Rotenburger Waldschwimmbad mussten die drei großen Birken gefällt werden.

Stammgäste des Waldschwimmbads werden sich, sobald es die Corona-Inzidenz denn zulässt, an einen neuen Anblick gewöhnen müssen: Die schattenspendenden Birken sind verschwunden.

Rotenburg – Die drei großen markanten Bäume, die vorn auf der Liegewiese neben dem Babybecken standen, sind im Winter gefällt worden. „Wie viele Bäume in den Wäldern haben auch sie unter den andauernden Hitzeperioden und wenigen Niederschlägen der vergangenen Jahre gelitten“, sagt Stadtsprecherin Annika Ludwig auf Nachfrage. Die Bruchsicherheit sei selbst mit fachgerechter Baumpflege nicht mehr gegeben gewesen. Um Unfälle durch herabfallende tote Äste zu vermeiden, seien die Birken deshalb beseitigt worden.

Die Bäume auf städtischen Grundstücken werden in Rotenburg regelmäßig von Bauhof-Mitarbeiter Simon Svitek, der ausgebildeter Baumkontrolleur ist, begutachtet. Dabei arbeitet er mit einem Forstingenieurbüro aus Thüringen zusammen. Nachdem man zum Schluss gekommen war, dass die Birken nicht mehr zu retten waren, wurden die Jahrzehnte alten Bäume in der Winterpause vom Bauhof gefällt.

An den Birken haben nicht nur Baumliebhaber Gefallen gefunden – sie waren auch die einzigen großen Schattenspender auf der weitläufigen Liegewiese. Sobald es etwas wärmer wurde, waren die Plätze im Schatten der Bäume in der Regel die beliebtesten im Freibad. Derzeit steht laut Annika Ludwig noch nicht fest, wie auf der Liegewiese des Waldschwimmbads künftig schattige Plätzchen gesichert werden sollen. „Es wird aber eine Lösung geben“, ist sie zuversichtlich.

Wasseraufbereitungsanlage im Waldschwimmbad wurde im Winter modernisiert

Die Winterpause wurde außerdem dafür genutzt, die Wasseraufbereitungsanlage in einem Teilabschnitt zu modernisieren. Dadurch könne sie nun effizienter betrieben werden als zuvor. „In den nächsten Jahren soll außerdem die große Wasserrutsche im Freibad aufgearbeitet werden und in neuem Glanz erstrahlen“, sagt Ludwig.

Probleme mit den Bäumen gebe es nach den trockenen Vorjahren derzeit im Übrigen nicht nur im Waldschwimmbad, sondern in ganz Deutschland. „Wann immer es möglich ist, versuchen wir selbstverständlich, die Bäume fachgerecht zu pflegen und zu erhalten. Eine Abholzung ist immer erst der letzte Ausweg“, erklärt die Stadtsprecherin. (Christopher Ziermann)

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