Verstöße gegen Corona-Regeln

Bisher 367 Corona-Bußgelder im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Massive Verstöße gegen die Ausgangssperre sind im Landkreis sind nicht bekannt. Das
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Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 367 Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln verhängt. Das Foto zeigt Polizisten bei einer Kontrolle in einer Innenstadt.

Seit Beginn der Pandemie vor über einem Jahr wurden im Landkreis insgesamt 367 Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln verhängt.

Hersfeld-Rotenburg – Also durchschnittlich weniger als einer pro Tag. Das teilt Kreis-Pressesprecher Pelle Faust auf Anfrage unserer Zeitung mit. Dabei handelt es sich laut Kreisverwaltung vor allem um Verstöße gegen das Kontaktverbot – also Treffen mit mehreren Personen verschiedener Haushalte – und gegen die Ausgangsbeschränkung. Exakte Zahlen möchte der Landkreis dazu nicht nennen.

Seit die Ausgangsbeschränkung am 1. April wieder in Kraft getreten ist, habe es dagegen Verstöße „im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich“ gegeben. Der Landkreis weist ausdrücklich darauf hin, dass Polizei und Ordnungsbehörden angehalten seien, die Einhaltung der Regelungen zu kontrollieren. „Im Falle einer Kontrolle sind die gewichtigen Gründe, durch die die nächtliche Ausgangsbeschränkung umgangen werden kann, durch den Betroffenen glaubhaft zu machen.“

In geringem Maß wurden außerdem Bußgelder verhängt wegen fehlendem Mund-Nasen-Schutz, nicht sicher gestellten Hygieneregeln (wenn zum Beispiel keine Kontaktnachverfolgungsliste geführt wurde), Quarantäneverstößen und Einrichtungen, die trotz der Verpflichtung zu Schließung geöffnet waren.

Bisher 367 Corona-Bußgelder im Landkreis: Polizei setzt zusätzliche Kräfte ein

Bei der Höhe der Bußgelder richtet sich der Landkreis nach den Regelsätzen des Hessischen Gesundheitsministeriums. Die betragen zum Beispiel 50 Euro, wenn kein Mund-Nasen-Schutz getragen wird, 200 Euro bei Treffen mit mehr als einer Person eines anderen Hausstands und 500 Euro bei Quarantäne-Verstößen.

Bei der Polizei im Landkreis werden im Rahmen der Überwachung der Maßnahmen zusätzliche Kräfte eingesetzt, teilt das Polizeipräsidium Osthessen auf Nachfrage mit. Derzeit liege einer der Schwerpunkte in der Überprüfung der Ausgangsbeschränkung, auch mit Fahrzeugkontrollen. Der „überwiegende Teil“ der Kontrollierten sei beruflich bedingt unterwegs. Seit die Ausgangssperre am 1. April wieder in Kraft trat, sei rund die Hälfte der Corona-Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen diese eingeleitet worden.

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