Braach ist in Feierlaune - Kommers mit viel Musik

Flotte Weisen: Der Männergesangverein Braach mit Leiterin Nelly Neufeld sorgte für gute Stimmung. Fotos: Apel

Braach. Ein ganzes Dorf in Bewegung und Feierlaune. So könnte man den Zustand der Braacher und Bräächer, der „Ehemaligen“ und der vielen Besucher aus nah und fern am ersten Tag des großen Festwochenendes beschreiben.

Nicht nur der von Gerhard Altnöder ins Leben gerufene Projektchor ist „aufgedreht“ und mit Freude bei der Sache. Die bunt zusammengewürfelte Gruppe hat wochenlang geübt und präsentiert beim Festkommers ein wunderbares Schlagermedley, das ein Bild der vergangenen 50 Jahre zeichnet. „Theo, wir fahr’n nach Braach!“, röhrt Carola Weißbach in das bis auf den letzten Platz gefüllte Festzelt. „Schön ist es, hier in Braach zu sein! Ein Hoch auf uns!“ Riesenapplaus, Zugabe-Rufe und das Ganze noch einmal von vorne.

Ortsvorsteher Claus Riemenschneider hat die Festgemeinde willkommen geheißen. Der Stress hat ihm körperlich zugesetzt, aber er lässt sich nicht vertreten. Er winkt mit der Dorfschelle, spricht davon, dass alle Anstrengungen unternommen worden seien, um ein „nachhaltiges Fest der Freude und der Verbundenheit“ zu feiern und schließt mit der Mahnung: „Lasst uns weiter für das Leben und das Miteinander in unserem Dorf sorgen!“ Nach einer ersten musikalischen Darbietung von Karin Sackmann und Manfred Schmidt intonieren die Sänger des von Nelly Neufeld engagiert geleiteten Männergesangvereins die Braacher „Nationalhymne“: „Braach ist groß …und die Stimmung famos!“

Bürgermeister Christian Grunwald sagt, dass Geschichte nicht nur von den Großen geschrieben wird, sondern von allen, die Spuren hinterlassen, auch von den einfachen Menschen. Sein Loblied auf das Wirken der Vereine und Verbände („Die unglaubliche Beteiligung an den Vorbereitungen zeigt, dass die Jahrhundertfeier Ihr und unser aller Fest ist!“) verbindet er mit einem von Herzen kommenden Dank an den seit 1972 zu Rotenburg gehörenden Stadtteil: „Wenn der Vater meiner Mutter nach seiner Vertreibung nicht hier auf dem Hof Kusian aufgenommen worden wäre, hätte es mich nicht gegeben!“

Spricht’s, zieht Anzugjacke, Hemd und Krawatte aus und Jubiläums-Polo-Shirt über. Begeisterung bei den so gewürdigten Brächern, die sich danach auch noch gerne die Grußworte der Landtagsabgeordneten Lena Arnold und Dieter Franz, von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch anhören.

Bei den gratulierenden Nachbar-Bürgermeistern und Ortsvorstehern schießt Georg Lüdtke den „Kuckuck“ ab, als er angesichts vieler guter Verbindungen von „Braach als elftem Ortsteil Alheims“ spricht. Ortsvorsteher Riemenschneider kontert geschickt: „Dann müssen wir aber erst über die Ablösesumme verhandeln!“ Bevor es dazu kommt, serviert das aus Lettland angereiste Orchester der Musikschule Naujene musikalische Leckerbissen, von Händel, aber auch von lettischen, dem Europagedanken huldigenden Komponisten.

Von Wilfried Apel

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