Bruttoinlandsprodukt

Branchenvielfalt sorgt für robuste Wirtschaft im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Rekordinvestition im Jahr 2020 beim Landkreis
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Neben einem breiten Mix aus verschiedenen Branchen sorgen auch zwei leistungsstarke Zugpferde für die guten Zahlen im Kreis: regionale Industrieunternehmen wie K+S und die Logistikbranche mit Marktführern wie Amazon und Libri.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg liegt beim hessenweiten Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt im Mittelfeld. Die Region sei robust, heißt es von der Wirtschaftsförderung im Kreis.

Hersfeld-Rotenburg - Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg erwirtschaftet pro Einwohner jährlich Dienstleistungen und Produkte im Wert von 36 666 Euro – das geht aus den aktuellsten Vergleichszahlen zum Bruttoinlandsprodukt hervor, die das Hessische Statistische Landesamt veröffentlicht hat. Die Daten stammen aus 2018. „Die wirtschaftliche Robustheit unserer Region ist einem oft nicht so bewusst“, sagt Bernd Rudolph von der Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg.

Der Kreis liegt in der Statistik im Mittelfeld und unter anderem knapp vor dem Main-Kinzig-Kreis, Gießen und deutlich vor dem Schwalm-Eder-Kreis (jährlich 31 000 Euro).

Corona-Krise trifft Hersfeld-Rotenburg bisher weniger hart als andere

Die Corona-Pandemie trifft den Landkreis bislang weniger hart als andere Regionen. Das geht unter anderem aus aktuellen Arbeitsmarktzahlen hervor. Rudolph und Julia Kossack, Leiterin des IHK-Servicezentrums Hersfeld-Rotenburg, zeigen sich vorsichtig optimistisch, dass diese Tendenz anhält.

Logistiker und auch die Baubranche hätten in den zurückliegenden Monaten eine gute bis sehr gute Auslastung gemeldet. Auch bezogen auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts könnte der Kreis weiterhin mehr Widerstandskraft zeigen als viele andere Landkreise. Laut einer IHK-Umfrage gehen derzeit zwei Drittel der Arbeitgeber der Region von einem gleichbleibenden Beschäftigungsniveau im kommenden Jahr aus. 40 Prozent erwarten eine Normalisierung der Geschäfte im Laufe des Jahres 2021.

Bruttolöhne: Menschen in Hersfeld-Rotenburg verdienen überdurchschnittlich gut

An der Spitze rangiert beim Bruttoinlandsprodukt Frankfurt mit 94 000 Euro, Kassel kommt auf 52 000 Euro. Schlusslicht ist der Werra-Meißner-Kreis mit 25 000 Euro. Die guten Zahlen des Kreises Hersfeld-Rotenburg sind laut Rudolph im breiten Mix aus Unternehmen verschiedener Branchen begründet. Julia Kossack fügt hinzu: „Die Stärke des Wirtschaftsstandorts Hersfeld-Rotenburg resultiert unter anderem aus zwei besonders leistungskräftigen Zugpferden: regionale Industrieunternehmen wie K+S und die Logistikbranche mit Marktführern wie Amazon und Libri.“ Auch die zentrale Lage in Deutschland trage dazu bei, dass sie viele Unternehmen hier niederlassen.

Die Wertschöpfung im Landkreis kommt auch bei den Bürgern an. So rangiert Hersfeld-Rotenburg bei den Bruttolöhnen (Stand 2017) mit 34 705 Euro hessenweit sogar im vorderen Mittelfeld, knapp vor der Stadt Kassel und dem Schwalm-Eder-Kreis. Am meisten verdienen die Menschen in Frankfurt (45 300 Euro), am wenigsten im Vogelsbergkreis (30 500 Euro) und im Nachbarkreis Werra-Meißner (30 100 Euro). (Von Christopher Ziermann)

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