Regierungspräsidium stimmt Kauf durch das Klinikum zu

HKZ braucht bis zu zehn Millionen Euro

Rotenburg. Die nächste Hürde für den Kauf des Herz- und Kreislaufzentrums Rotenburg (HKZ) ist genommen.

Nach den Gesellschaftern hat das Regierungspräsidium der Übernahme durch das Klinikum Bad Hersfeld zugestimmt. Von der angehenden Muttergesellschaft benötigt das HKZ demnächst mehrere Millionen Euro. Der kurzfristige Finanzbedarf der renommierten Spezialklinik liegt nach Informationen unserer Zeitung bei bis zu zehn Millionen Euro. Diese Zahl wurde während der Gesellschafterversammlung genannt, auf der die Kommanditisten den Verkauf ihrer Anteile beschlossen haben. Als das Klinikum Anfang November sein 100-Millionen-Euro-Angebot publik gemacht hat, war von einer Soforthilfe von neun Millionen Euro die Rede.

Das Geld wird zum einen für dringende Reparaturen benötigt. Das HKZ braucht es aber auch, um seine Verpflichtungen zu erfüllen. Bevor der Verkauf beschlossen wurde, drohte dem Haus Ende Februar die Zahlungsunfähigkeit. Eine Insolvenz sollte durch die vereinbarte Übernahme zwar nicht mehr drohen, der Finanzbedarf besteht aber weiter. Der Kreistag hat bereits zur Kenntnis genommen, dass das Klinikum dem HKZ ein Gesellschafterdarlehen in nicht näher genannter Höhe gibt.

Soweit ist es aber noch nicht, denn der Kaufvertrag ist noch nicht in Kraft. Dafür müssen mehrere Wirksamkeitsvoraussetzungen erfüllt werden, erklärt Kreissprecher Dirk Herrmann. Nach dem Kreistag, den HKZ-Kommanditisten und dem Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde stehe nun noch die Erlaubnis der Kartellbehörden aus.

Der Kreistag beschäftigt sich laut Herrmann in seiner nächsten Sitzung wieder mit dem Thema. Der Kreis soll dem Klinikum ein Gesellschafterdarlehen in nicht genannter Höhe gewähren, das für die Übernahme der Restschulden aus der HKZ-Insolvenz 2001 gedacht ist. 

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