Bürgertreffen zur Stadtentwicklung

Parkplätze in der Rotenburger Innenstadt sollen bleiben

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Hier soll sich etwas verändern: Der Parkplatz Altes Amtsgericht ist stark frequentiert. Die Fläche soll überbaut werden und mit einem neuen Angebot für Besucher zur Belebung der Innenstadt beitragen. Eine Zusammenfassung der Ideen und Initiativen zum Stadtumbau in Rotenburg kann man sich bei der MER in der Tourist-Info am Marktplatz abholen. 

Rotenburg. Sie wollen auch weiterhin zentral und bequem in Rotenburg parken können. Und das soll bei der Neugestaltung des Parkplatzes Altes Amtsgericht berücksichtigt werden. Das ist ein Ergebnis von zwei Bürgertreffen, zu denen  das Stadtmarketing (MER) eingeladen hatte.

Arbeitsatmosphäre: Im Sitzungssaal des Rotenburger Rathauses wurden Vorschläge für die Weiterentwicklung der Stadt gesammelt. Im Vordergrund von links Annouk Schaub, Edith Fleischhut und Annelotte Engel.

Die Zusammenkünfte stehen in Zusammenhang mit dem Stadtumbauprogramm, in das Rotenburg aufgenommen wurde. Demnach bekommt die Stadt zweistellige Millionenzuschüsse in den nächsten zehn bis 15 Jahren. Um das Geld zu bekommen, muss ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) vorgelegt werden. Daran sollen die Bürger beteiligt werden, erklärte auch MER-Geschäftsführer Torben Schäfer, der die Informationsveranstaltungen in der vergangenen und dieser Woche moderierte. Weitere Treffen mit Bürgern sollen folgen. In Kleingruppen sammelten die Besucher ihre Vorschläge für einzelne Projekte.

Thema war auch, welche Initiativen die MER aktuell gestartet hat, außerdem stand Schäfer für Fragen zur Verfügung. Eine Übersicht, auch der Ideen aus den Kleingruppen:

Parkplatz Altes Amtsgericht

Derzeit läuft eine Machbarkeitsstudie zur Bebauung des Platzes unter der Vorgabe, dass Parkplätze erhalten bleiben sollen. Dennoch soll ein städtebaulicher „Anker“, ein neues Gebäude für ein attraktives Geschäft und zum Beispiel Arztpraxen entstehen. Einzelheiten gibt es noch nicht. Zu den Bürgerwünschen gehörten: kein Wegfall von Parkplätzen, möglichst sogar noch Zuwachs, angemessen breite Parkplätze, Umbau ohne Handel und Investoren, ein Aufzug, breite Auffahrten, Bau eines Kreisels, kurze Wege schaffen, Objekt soll ins Stadtbild passen und lichtdurchflutet sein (kein „Betonklotz“), eventuell soll gastronomisches Highlight ermöglicht werden. Ziel ist die Belebung der Innenstadt.

Gestaltung Fuldaaue

Eine Bootsrutsche, die Kanufahrern das Überwinden des Wehres ermöglichen soll, könnte eingerichtet werden, möglicherweise dazu ein Bootskanal bis in Höhe Restaurant Bacco, außerdem ein Sandstrand unterhalb des Posthotels mit Außengastronomie. Die Biermanufaktur könnte die Außengastronomie noch mehr Richtung Fulda verlagern. Außerdem: Seniorenrundweg mit Trimm-pfad, Sanierung Weg im alten Schlosspark, Bau eines altersgerechten Campingplatzes, Ferienwohnungen im Leerstand Altstadtstraße.

Sanierung Marktplatz 3

Das Haus Marktplatz 3 soll in diesem Jahr baulich gesichert werden. Für 2019 ist der Beginn der Sanierung geplant. Voraussichtliche Kosten: Drei Millionen Euro. Es handelt sich um ein Hauptprojekt des Stadtumbaus.

Sorgenkind Steinweg und viele Ideen

Der Rotenburg Steinweg ist ein Sorgenkind der Stadt, weil viele Geschäfte leer stehen und Schaufenster einen trostlosen Eindruck vermitteln. Seitens der Marketing- und Entwicklungsgesellschaft (MER) gibt es bereits mehrere Initiativen zur Wiederbelebung: So soll Existenzgründern ein Jahr lang die Miete gezahlt werden, wenn sie sich in einem leer stehenden Geschäft ansiedeln. Außerdem soll die Straße neu möbliert werden. Gedacht, so berichtete MER-Geschäftsführer Torben Schäfer, sei an ein Schwimmbadfest, dessen Erlös der Gestaltung des Steinwegs zugutekommen soll. Und welche Ideen haben die Bürger formuliert? Eine Aufzählung:

  • Vermieter sollen neuen und aktuellen Mietern finanziell entgegenkommen.
  • Kurzzeitparkplätze könnten eingerichtet werden, andere fordern komplettes Durchfahrtsverbot. Nicht so schnell „Knöllchen“ verteilen, lieber erst mal mahnen.
  • Leerstände könnten zu günstigem und barrierefreiem Wohnraum sowie Ferienwohnungen umgebaut werden. Die Fassaden der Steinweg-Häuser müssten nur wenig geändert werden, weil die Wohnungszugänge am Kirchplatz liegen.
  • Eröffnung eines Cafés im Steinernen Haus (ehemals Fleischhut).
  • Pop-Up-Stores ansprechen: Das sind Geschäfte, Bars oder Dienstleister, die nur wenige Monate in einer Stadt bleiben und Angebote haben, die selbst übers Internet schwer zu bekommen sind. Häufig wechselndes Angebot, mehr Attraktivität.
  • Bedarf für folgende Geschäfte: Bekleidung in Übergrößen, Fischladen mit Restaurant, Kinderladen für neue und gebrauchte Ware.
  • Überdachung eines Teilbereichs des Steinwegs.

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