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Bund plant Investitionen im Bundespolizeistandort - 54 Millionen für Rotenburg?

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Von: Clemens Herwig

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Gehören bereits zum Stadtbild: Die Bundespolizeianwärter, die in Rotenburg ausgebildet werden – hier bei der Vereidigung im Oktober im Schlosspark.
Gehören bereits zum Stadtbild: Die Bundespolizeianwärter, die in Rotenburg ausgebildet werden – hier bei der Vereidigung im Oktober im Schlosspark. © Christopher Ziermann

Insgesamt 54 Millionen Euro könnten in den Um- und Ausbau des Standorts der Bundespolizei in der ehemaligen Alheimer-Kaserne in Rotenburg fließen.

Rotenburg – Die massive Investition des Bundesinnenministeriums findet sich im Entwurf des Bundeshaushalts, der Umbau könnte noch in diesem Jahr starten – vorausgesetzt, der Bundestag stimmt zu.

Das teilt der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Roth (SPD) mit und spricht von einem „beispiellosen Investitionspaket“. Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) nennt die Pläne „eine sehr gute Nachricht.“ Die blau-weißen Busse der Bundespolizei gehörten bereits fest zum Stadtbild. „Ich freue mich richtig, wenn es dann wirklich losgeht“, so Grunwald.

Der Standort in der ehemaligen Alheimer-Kaserne wurde im September 2021 eröffnet, zuvor hatte ein sogenannter Aufbaustab das Gelände in knapp über einem Jahr zur Schulungseinrichtung umgebaut. Im Oktober waren im Schlosspark 421 Polizeischüler vereidigt worden – unter großem Interesse der Rotenburger.

Laut Michael Roth sollen mit den Investitionen modernste Lern- und Trainingsbedingungen für die Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter geschaffen werden. Noch in diesem Jahr könnten mit mehr als fünf Millionen Euro Gebäude und Sportstätten technisch und baulich hergerichtet werden, allein eine Million Euro würde dabei auf den Bau eines Polizeitrainingszentrums entfallen, in dem die Anwärter Einsätze der Bundespolizei praxisnah üben könnten.

Weitere 35 Millionen Euro könnten in den kommenden Jahren in die äußere und innere Komplettsanierung der Unterkunftsgebäude, Umkleiden und in ein Gebäude für den Polizeiärztlichen Dienst fließen. Auch eine langfristige Sicherungskonzeption für alle Gebäude am Standort (Kosten: zehn Millionen Euro) sowie der Neubau einer Raumschießanlage (8,5 Millionen Euro) und eines Lehrsaalgebäudes (Kostenpunkt: sieben Millionen Euro) sind offenbar geplant.

Zunächst war beim Einzug der Bundespolizei in die ehemalige Kaserne von einer temporären Bildungsstätte bis 2031 gesprochen worden. Bereits bei der Eröffnung hatte es allerdings deutliche Signale gegeben, dass die Bundespolizei langfristig ein Zuhause in Rotenburg finden könnte. „Ein klareres Bekenntnis zum Bundespolizeistandort in Rotenburg an der Fulda könnte der Bund gar nicht setzen“, sagt Michael Roth. Die geplanten Investitionen machten klar: Die Bundespolizei wolle den Standort langfristig nutzen.

Die Beamten seien hervorragend angekommen und wollten sich einbringen, auch über eine Beteiligung beim Strandfest hinaus, sagt Bürgermeister Grundwald. „Mit denen kann man sehr gut Meter machen“, sagt der Bürgermeister.  (cig)

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