Hermann Gröhe informierte sich über Pläne für ein neues Zentrum für Herz-Lungen-Medizin

Bundesgesundheitsminister lobt Mut zu neuem Uni-Netzwerk am HKZ

Operation abgeschlossen: Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (von links), Landrat Dr. Michael Koch, Klinik-Geschäftsführer Martin Ködding, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald.

Rotenburg. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat sich gestern gemeinsam mit dem hessischen Sozialminister Stefan Grüttner am HKZ über die Pläne eines neuen universitätsmedizinischen Zentrums für Herz-Lungen-Medizin (offizieller Name: CPM) informiert.

Beide kamen anlässlich der offiziellen Vorstellung der Neuausrichtung nach Rotenburg. Der Klinikverbund hatte Ende September angekündigt, künftig eng mit dem Uni-Klinikum Gießen und Marburg sowie dem Kerckhoff-Institut in Bad Nauheim zusammenzuarbeiten.

„Es gehört Mut dazu, ein solches Projekt in Angriff zu nehmen“, sagte Gröhe. Er finde es richtig, Kompetenzen zu verknüpfen. Die Vorstellung, dass 2000 Kliniken in Deutschland jeweils alles könnten, sei für ihn abstrakt.

Von einem „wesentlichen Schritt“, sprach Sozialminister Grüttner, ihm sei „ganz und gar nicht bange“ angesichts der zukünftigen Versorgungslage in der Region. Grüttner übte Kritik am Kreiskrankenhaus Rotenburg, dessen Träger Verhandlungen über eine Fusion mit dem Klinikverbund platzen ließ. „Die Verantwortlichen machen da schlicht die Tür zu. Das verstehe ich nicht“, sagte er und versprach, dass das Land Hessen die Entwicklung im Kreis auch zukünftig unterstützen wolle.

Der Lungenspezialist Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger gab bei der Veranstaltung im Auditorium des HKZ das Führungsteam des Zentrums bekannt. Neben ihm selbst als Sprecher gehören dem der Herzchirurg Prof. Dr. Ardawan Rastan, der Kardiologe Prof. Dr. Christian Hamm und der Onkologe Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer an. Grimminger verglich das HKZ mit einem kampferprobten Schlachtschiff, das nicht untergehen werde. Wenn das Konzept des „klinischen Dreigestirns“ - HKZ, Uni-Klinikum und Kerkhoff-Institut - aufgehe, gehöre das Zentrum künftig zu einem der größten und wichtigsten in Europa. 

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