Beruhigung vor allem am Wochenende

CDU-Fraktion fordert schnelle Änderungen für Verkehr in der Rotenburger Innenstadt

Das Bild zeigt eine eiserne Brücke mit Bögen und Fachwerkhäuser vor einer Kirche
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Soll für Einheimische und Touristen noch attraktiver werden: Rotenburg mit Fachwerk und Fulda. Unser Bild zeigt die Alte Fuldabrücke mit Blick zur Neustadt, die laut Vorschlag der CDU nur für den Lieferverkehr werktags von 8 bis 12 Uhr befahrbar sein soll.

Nachdem die CDU in Rotenburger Anfang Juni grundlegende Überlegungen für ein Verkehrskonzept vorgestellt hatte, beantragt sie nun die Umsetzung einer Reihe von Ideen.

Rotenburg – Demnach soll das Stadtparlament in der nächsten Sitzung am Donnerstag, 22. Juli 2021, ein Verkehrskonzept „Teil A“ beschließen, dessen Hauptziel die Verkehrsberuhigung der Rotenburger Innenstadt ist. Nur noch Anlieger- und Lieferverkehr soll in bestimmten Bereichen zu festgelegten Zeiten möglich sein. Dadurch soll die Aufenthalts- und Verweildauer in diesen Bereichen für Einheimische und Touristen erhöht werden, erklärte Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph.

Er hatte bei der ersten Vorstellung der Pläne um Rückmeldung aus der Bevölkerung gebeten, die auch prompt kam. Einige Vorschläge wurden danach noch angepasst. Vor allem abends und am Wochenende soll die Verkehrsberuhigung greifen, erläuterte Rudolph. Also dann, wenn die Leute zur Entspannung unterwegs seien. Einschränkungen an einem gewöhnlichen Wochennachmittag seien dagegen unnötig. Bürgermeister Christian Grunwald als Ordnungsbehörde wird in diesem Antrag gebeten, die im Konzept vorgeschlagene Verkehrsführung umzusetzen, der Magistrat würde bei Zustimmung durch eine Parlamentsmehrheit beauftragt, weitere im Konzept enthaltene Maßnahmen umzusetzen.

Die Rotenburger CDU-Fraktion schlägt eine ganze Reihe von Ideen für ein Verkehrskonzept für die Innenstadt vor. Unsere Grafik gibt einen Überblick - mit einem Klick auf die Pfeile oben rechts ist die gesamte Abbildung zu sehen.

Die Vorschläge der CDU-Fraktion im Detail:

  • Begrenzte Verkehrszeiten: Anliegerverkehr soll ganztätig erlaubt sein, Lieferverkehr an Werktagen von 6 bis 12 Uhr sowie öffentlicher Verkehr lediglich werktags von 6 bis 17 Uhr – das schlägt die CDU für folgende Straßen vor: Altstadtstraße von Am Schlosstor kommend bis Ecke Obergasse, Am Rainchen, Untergasse, Obergasse, Scheunengasse, Brückengasse, Hofweg, Am Schlosstor, Steinweg ab Einmündung Brotgasse Richtung Alte Fuldabrücke, Hinter der Mühle, Neustadtstraße vom Steinweg kommend bis Ecke Brauhausstraße.
  • Sperrungen: Die Straße Am Kies soll von der Einmündung Neustadtstraße bis zur Ecke Brauhausstraße komplett für den Autoverkehr gesperrt werden. Dort soll im Zuge des laufenden Stadtumbaus eine neue Uferpromenade entlang der Fulda entstehen – wir berichteten. Die Alte Fuldabrücke soll nur für den Lieferverkehr werktags von 8 bis 12 Uhr befahrbar sein.

Der Platz um den Zirbes-Brunnen und an der Altstadtstraße soll umgestaltet und begrünt werden, die Parkplätze dort sollen entfallen. Geprüft werden soll, ob dafür einige Anwohnerparkplätze auf dem Parkplatz Altes Amtsgericht ausgewiesen werden sollen. Die Gastronomie könnte ebenfalls am Platz um den Zirbes-Brunnen weiterentwickelt werden. Nach Angaben von Jonas Rudolph hat die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft MER bereits einige Ideen dafür ausgearbeitet. Die CDU beantragt, dass der Magistrat eine detaillierte Planung für den Platz ausarbeiten und samt Kostenschätzung der Stadtverordnetenversammlung vorlegen soll.

Dass im Antrag ausdrücklich von einem Verkehrskonzept „Teil A“ gesprochen wird, kommt nicht von ungefähr. Fraktionsvorsitzender Rudolph erinnert an weitere, auch von der MER ausgearbeitete Planungen für die Verkehrsgestaltung in Rotenburg. In Teil A gehe es nur um die historische Innenstadt. (Silke Schäfer-Marg)

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