CDU-Liste für den Kreistag: Lübeck will ein Schnaps-Ergebnis

Das ist die Liste: Versammlungsleiter Jonas Rudolph (links) stellte beim CDU-Kreisparteitag die Kandidaten für den Kreistag vor. Auf Platz eins kandidiert der CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck (rechts). Foto: Janz

Rotenburg. Die Kandidaten für die Kommunalwahl stehen fest: Die CDU hat ihre Listen für den Kreistag verabschiedet. Er wird mit den Stadt- und Gemeindeparlamenten am 6. März gewählt.

Trotz eines nebligen Winterabends kamen fast 100 Mitglieder der CDU zum Parteitag nach Rotenburg. Am Wahlvorschlag des Kreisvorstands für die Kommunalwahl hatten sie nichts auszusetzen. Die 60 Kandidaten für den Kreistag erhielten durchweg fast alle der abgegebenen 94 Stimmen.

Die Kandidaten 

Angeführt wird die Kreistagsliste vom Kreisvorsitzenden Timo Lübeck (Haunetal). Der 33-Jährige ist einer von drei Mitgliedern der Jungen Union unter den ersten zehn Kandidaten - laut Fraktionschef Herbert Höttl (Bebra, Platz 2) ist das hessenweit einmalig und zeige den Mix aus erfahrenen und jungen Kandidaten. Deshalb stehen auch die drei CDU-Bürgermeister Christian Grunwald (Rotenburg), Walter Glänzer (Neuenstein) und Markus Becker (Ronshausen) auf den Plätzen sechs bis acht. Expertise gibt es aber auch weiter hinten, etwa mit Dr. Lars Niebel (31), der als Vorsitzender der Initiative Lebensqualität Neuenstein als Kenner der Stromtrassenproblematik gilt.

Das Mitgliederprinzip 

Alle Mitglieder waren geladen, es kamen 98, was Kreisvorsitzender Timo Lübeck als Erfolg wertet. Früher trafen lediglich gut 70 Delegierte wichtige Entscheidungen. Das Mitgliederprinzip hat die CDU auf Kreisebene nun fest verankert, und laut Mitgliederbeauftragtem Andreas Börner (Rotenburg, Platz vier) wird der Vorstand das auch gegenüber der Werra-Meißner-CDU für die Kandidatenkür zur Bundestagswahl vorschlagen.

Das Ziel 

Herbert Höttl

Lübeck hat ein nicht ganz präzises, aber einprägsames Ziel ausgegeben: „Wir wollen mindestens so viel Prozent wie ein gut schmeckender Schnaps Promille hat, lieber sogar noch zehn Prozent mehr.“ Vor der SPD müsse die CDU jedenfalls keine Angst haben, die schon vom Ziel eines ausgeglichenen Haushalts abrücke und „nichts begriffen hat in Sachen Generationengerechtigkeit.“ Kritik gab es auch für die Grünen mit Blick auf die Zukunft von K+S: Da hätten sich im Kreis die Ideologen durchgesetzt, und: „Ein Ex-CDUler auf Platz vier macht noch lange keine gute Liste“, sagte Lübeck als Seitenhieb auf den Seitenwechsel von Thomas Gerlach.

Das Zukunftsprogramm 

Zehn Punkte hat das einstimmig verabschiedete Zukunftsprogramm. Die Flüchtlingsproblematik ist davon ganz bewusst nur einer, denn das Leben der Bürger solle so normal wie möglich bleiben, sagt Höttl. So will sich Landrat Dr. Michael Koch dem Ausbau des Breitband-Internets und der Sanierung der Kreisstaraßen widmen. Auch Vereinsförderung, medizinische Versorgung und Kinderbetreuung sind Eckpunkte der CDU. Auf Antrag der Jungen Union ist sogar zusätzlich zum ausgeglichenen Haushalt auch der Schuldenabbau ins Programm aufgenommen worden.

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