Antrag im Stadtparlament

CDU Rotenburg will Walter-Lübcke-Straße im Neubaugebiet Lispenhausen

Geplantes Neubaugebiet: Zwischen der Straße Zum Grumbach, Elisabeth-Selbert-Straße und B 83 sollen sich Familien ansiedeln können. Eine Straße könnte nach dem früheren Regierungspräsidenten Walter Lübcke benannt werden, beantragt die CDU-Fraktion.
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Geplantes Neubaugebiet: Zwischen der Straße Zum Grumbach, Elisabeth-Selbert-Straße und B 83 sollen sich Familien ansiedeln können. Eine Straße könnte nach dem früheren Regierungspräsidenten Walter Lübcke benannt werden, beantragt die CDU-Fraktion.

Die CDU-Fraktion im Rotenburger Stadtparlament spricht sich für die Benennung einer Walter-Lübcke-Straße im künftigen Neubaugebiet Lispenhausen aus.

Rotenburg – Die Benennung wird die CDU in der nächsten Stadtverordnetenversammlung entsprechend beantragen, teilte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Börner mit. Er ist auch Kreisvorsitzender seiner Partei.

Die Christdemokraten wollten damit ein klares Zeichen gegen einen politisch motivierten Terrorismus setzen. Der Kasseler Regierungspräsident wurde im Juni 2018 von einem rechtsextremistischen Täter ermordet. „Walter Lübcke stand für eine offene und tolerante Gesellschaft, für Freiheit und Demokratie. Für diese Werte musst er mit seinem Leben bezahlen“, erklärt Börner. Daher müsse es Aufgabe aller demokratischen Kräfte sein, dieses Vermächtnis weiterzutragen. Die Benennung einer Straße sei „ein wichtiges sichtbares Zeichen, um dies in Ehren zu halten“.

Auch die Verdienste für die Stadt durch Walter Lübcke sprächen für die Namensgebung. „Gerade in den nicht einfachen Zeiten des Rettungsschirms hat uns Walter Lübcke immer wieder unterstützt. Er hatte ein offenes und konstruktives Ohr und bemühte sich immer, die Belange unsere Stadt zu berücksichtigen“, meint auch CDU-Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph. „Rückblickend kann man sagen, dass ohne diese Unterstützung die Bewältigung noch deutlich schwieriger gewesen wäre. Auch bei anderen Anliegen war er immer für uns da.“

Das geplante Neubaugebiet in Lispenhausen biete sich geradezu an für die neue Namensgebung. Vor allem, da im angrenzenden Wohngebiet verdiente Namensträgerinnen wie zum Beispiel Elisabeth Selbert, eine der „Mütter“ des Grundgesetzes, zu finden seien, heißt es weiter.  

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