Ära endet nach 23 Jahren

Chefarzt Prof. Dr. Christian Vallbracht geht mit Sorgen ums HKZ

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Nach 23 Jahren geht er: Chefarzt im HKZ, Professor Dr. Christian Vollbracht.

Rotenburg. Am Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg geht heute eine Ära zu Ende: Nach 23 Jahren verlässt der Chefarzt der Kardiologie und ehemalige Mitgesellschafter, Prof. Dr. Christian Vallbracht das Haus. Vallbracht, der im Oktober 65 wurde, scheidet auf eigenen Wunsch vor Ablauf seines Vertrages aus. Heute findet ein hochkarätig besetztes Abschiedssymposium in Rotenburg statt.

„Ich gehe mit etwas Sorge um die Zukunft des HKZ“, sagte Vallbracht im Gespräch mit unserer Zeitung. Er fürchte, das die einst renommierte Fachklinik im Verbund mit den Universitäten in Marburg und Gießen an Bedeutung verliere und auf ein Zuliefern von Patienten reduziert werde. „Es ist nicht gut, wenn einzelne Abteilungen keine Gesichter mehr haben“, sagte Vallbracht mit Blick auf die neue Personalstruktur im Klinikverbund, in dem Chefärzte an mehreren Kliniken tätig sein sollen. Zudem kritisierte er, dass die neuen Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben wurden, sondern „Personal aus dem Hut gezaubert“ wurde. Vallbracht kündigte an, eine Privatpraxis für Kardiologie in Bad Hersfeld eröffnen zu wollen.

Der Geschäftsführer des Klinikkonzerns, Martin Ködding, wies die Kritik von Vallbracht zurück. Durch die Verbundlösung werde sich die Verfügbarkeit von Ärzten am HKZ deutlich erhöhen. Die bisherige Struktur des HKZ sei nicht mehr zeitgemäß.

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