Die ersten Schritte zur Normalität:

Geschäfte dürfen wieder öffnen – Kunden und Händler sind glücklich

 
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Dr. Hans-Peter Dehnhardt, Geschäftsführer des Passerella-Modegeschäfts im „be!“-Einkaufszentrum in Bebra, freute sich über die Eröffnung und seine ersten Kunden. In den vergangenen Tagen hatten er und sein Team das Geschäft für den großen Tag auf Vordermann gebracht.

Das öffentliche Leben kommt trotz Corona-Krise langsam wieder in Gang: Seit gestern dürfen kleinere Geschäfte nach der angeordneten Schließung vor einem Monat wieder öffnen.

Ausgenommen von dieser Regelung sind grundsätzlich Läden mit einer Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmetern. Der Ansturm auf die Innenstädte und Geschäfte im Landkreis blieb jedoch aus. Auch das Einkaufserlebnis ist vielerorts noch geprägt von der Sorge vor dem Coronavirus, denn Schutzmasken, Hygieneregeln, Abstandsmarkierungen und Einlasskontrollen gehöhren ab sofort zum Shoppen dazu. Wir haben uns gestern in Rotenburg, Bebra und Wildeck umgeschaut:

Spielwarengeschäft

Seit gestern ist auch Sandra‘s Spielzeugland in Wildeck wieder geöffnet. „Ich bin überglücklich, dass ich wieder Spielzeug verkaufen kann und meine Kunden sehe“, sagt die Inhaberin des Geschäfts, Sandra Hildebrand. Vor allem Kinder und Jugendliche hätten sich über die Ladenöffnung gefreut, berichtet sie. „Zu Ostern verkaufen wir normalerweise viele Geschenke und Spielzeug, das fiel in diesem Jahr leider ins Wasser.“ Um die Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten, setzt sie eigene Ideen zur Kontrolle um: Fünf Einkaufskörbe regulieren die Maximalzahl an Kunden in ihrem Laden.

Ohne Einkaufskorb darf keiner in Sandra‘s Spielzeugland in Wildeck: Besitzerin Sandra Hildebrand reguliert die Maximalzahl an Kunden in ihrem Laden durch fünf rote Körbe.

Eiscafé

Jedes Frühjahr nach der Winterpause öffnen die Besitzer des Eiscafés Cristallo, Nusret und Mirzeta Asanov, ihre Eisdiele in Rotenburg. Doch einen Start in die Saison wie in diesem Jahr haben sie noch nicht erlebt. Anfang März konnten Kunden in dem Eiscafé noch Platz nehmen, dann musste die Eisdiele an der Breitenstraße wegen der Corona-Krise schließen. Seit gestern dürfen die Asanovs ihre Leckereien zumindest außer Haus verkaufen. Nusret Asanov hofft, dass die Saison jetzt ohne Unterbrechung weitergehen kann. Das sonnige Frühlingswetter sorgte am Montag dafür, dass auch rasch die ersten Kunden kamen. „Wir bieten wieder all unsere Eisspezialitäten an, jedoch gibt es das Eis nur im Becher und nicht mehr in der Waffel zu kaufen“, sagt Nusret Asanov. Grund dafür seien erhöhte Hygieneregeln.

„Das erste Eis im Jahr, schmeckt am besten“: Darüber sind sich (von links) Doreen Wollrath, Zoey Häde und Johanna Häde einig. Die drei jungen Frauen holten sich eine Stunde, nachdem das Eiscafé Cristallo in Rotenburg gestern wieder eröffnete, leckere Eisspezialitäten. 

Buchhandlung

Filialleiterin Maria Grewing begann ihren ersten Arbeitstag in der Hoehlschen Buchhandlung in Bebra mit dem Einsortieren neuer Bücher und einigen Telefonaten. „Viele Kunden bestellen weiterhin Bücher im Internet oder telefonisch bei uns. Allerdings haben sich auch die ersten Kunden wieder persönlich in den Laden getraut“, berichtet Maria Grewing. Sie habe in den vergangenen Wochen vor allem den Kundenkontakt und die Beratung vermisst.

Endlich wieder durch die Läden bummeln: Konnten am gestrigen Montag Maria Grewing (mitte) mit ihren Töchtern Emilia (links) und Emily-Josephine (rechts).

Juwelier

Auch Gabriel Sevem freut sich, dass er sein Juweliergeschäft im Einkaufszentrum „das be!“ in Bebra wieder öffnen kann und ist zuversichtlich, dass es nun langsam wieder aufwärtsgeht, auch wenn am Montagvormittag noch kein großer Andrang zu spüren war. Er freue sich besonders, seine Kunden gesund und munter wiederzusehen und sei dankbar für ihr Verständnis.

Hereinspaziert: Gabriel Sevem und Izgin Sevem freuen sich, ihre Kunden im Juweliergeschäft Gabriel gesund und munter wiederzusehen.

Sportgeschäft

In das Sportgeschäft Intersport in Rotenburg dürfen derzeit maximal drei Kunden gleichzeitig eintreten, die einen Mundschutz dabei haben. Geschäftsführer Frithjof Schild hält außerdem Desinfektionsspray bereit und hat seinen Verkaufsraum mit Absperrbändern versehen. „Wir verkaufen hauptsächlich Fachartikel, deshalb müssen wir unsere Kunden meist persönlich beraten“, erklärt Frithjof Schild. Im Zuge dessen habe Intersport nochmals erhöhte Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

Kein Einlass ohne Mundschutz: Bei Intersport Schild in Rotenburg dürfen derzeit nur Kunden eintreten, die eine n Mundschutz tragen.

Bekleidungsgeschäft

Auch Dr. Hans-Peter Dehnhardt, Geschäftsführer des Passerella-Modegeschäfts, freut sich auf seine ersten Kunden. „Jetzt kann die neue Frühlingskollektion endlich verkauft werden. Darauf haben wir lange gewartet.“

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