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Handballerinnen der TG Rotenburg: „Die Pause war dringend nötig“

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Von: Alicia Kreth

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Der Jubel war groß, die Belastung aber auch: Die kurze Pause nach der vergangenen Saison hatten die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg bitter nötig.
Der Jubel war groß, die Belastung aber auch: Die kurze Pause nach der vergangenen Saison hatten die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg bitter nötig. © Alicia Kreth

Bis in die allerletzte Minute hinein mussten die Handballerinnen der TG Rotenburg in der vergangenen Saison um den Verbleib in der Landesliga zittern.

Rotenburg – Doch durch den wichtigen 25:24-Erfolg im Kellerduell gegen die HSG Baunatal am letzten Spieltag und dem zeitgleichen Sieg der Oberliga-Frauen des SV Germania Fritzlar II war der Klassenerhalt der Rotenburgerinnen in trockenen Tüchern.

„Die mentale Belastung war bis zur letzten Sekunde auf dem Maximum. Danach brauchten wir alle erstmal eine Pause. Alle waren super satt“, erklärt Sebastian Jaschinski, dem die Entscheidung, die eh schon knappe Vorbereitungszeit nochmal zu verkürzen, schwer fiel. „Ich war hin- und hergerissen, weil ich ein Verfechter einer guten Vorbereitung bin. Doch die Pause war für alle Beteiligten dringend notwendig.“

Rund vier Wochen nach dem spannenden Saisonfinale, am 12. Juli, nahm der Landesligist seine Vorbereitung auf die neue Saison auf. „Vieles ist anders in diesem Jahr, aber das bringt immer auch gewisses Potenzial mit, sich neu zu erfinden“, so Jaschinski.

Ganz bewusst hat der Trainer seinen Fokus dafür in diesem Jahr anders gelegt. Während Jaschinski sonst bereits im taktischen Bereich gearbeitet und erste Freundschaftsspiele auf der Agenda stehen hatte, konzentriert sich das Training nun auf Fitness und Athletik. Auch damit möchte der Coach seinen Mädels noch ein wenig Abstand vom Handball ermöglichen.

Erschwerend kommt hinzu, dass wegen der langen Saison 2021/2022 und der aktuell späten Sommerferien die meisten Spielerinnen noch im Urlaub sind. „Ende August, eher Anfang September können wir erstmals vollzählig trainieren“, erklärt Jaschinski, dem diesbezüglich ein mulmiges Gefühl plagt. „Das ist alles mit der heißen Nadel gestrickt“, ergänzt er.

Eine gewisse Vorfreude auf die neue Saison ist aber dennoch bereits vorhanden. „Ich freue mich, dass die Serie wieder normal gespielt wird“, sagt der TGR-Trainer. Die Liga sei zuletzt immer dichter zusammengerückt, weshalb Jaschinski eine attraktive Saison erwartet.

Für sein Team gilt es dabei, an die gute Deckungsarbeit anzuschließen – der entscheidende Baustein für den Coach, der nun darauf hofft, dass die Rotenburgerinnen davon auch im Angriff profitieren.

Für die neue Saison stehen drei Abgänge fest. Während der Aufwand für die Mütter Stefanie Deringer und Jennifer Malsch zu groß geworden ist, zieht Carina Wellmann beruflich weiter. Neuzugänge gibt es aber keine. „Wir haben links und recht geguckt, aber nur Absagen erhalten“, sagt Jaschinski.

So verbleiben zwölf Spielerinnen, darunter eine Torfrau, im Kader. Ein enges Ding, wie Jaschinski findet. „Die Zwölf müssen zusammenstehen wie eine Einheit. Da muss sich jeder seiner Rolle bewusst sein und abliefern.“

(Alicia Kreth)

Durchbrach seine Routine: Sebastian Jaschinski setzt während der Vorbereitung auf Fitness.
Durchbrach seine Routine: Sebastian Jaschinski setzt während der Vorbereitung auf Fitness. © Alicia Kreth
Fehlt künftig im Rückraum: Stefanie Deringer (Mitte).
Fehlt künftig im Rückraum: Stefanie Deringer (Mitte). © Alicia Kreth

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