DRK-Verbände kooperieren: Hersfelder Geschäftsführer nun auch für Rotenburg zuständig

DRK Symbolbild Rettungswagen
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Die DRK-Kreisverbände Rotenburg und Hersfeld arbeiten nun enger zusammen als bisher.

Der zuletzt im März von einer Insolvenz bedrohte DRK-Kreisverband Rotenburg und der DRK-Kreisverband Hersfeld arbeiten bereits seit Oktober eng zusammen.

Rotenburg – Der Geschäftsführer des Hersfelder Kreisverbandes, Frank Leyendecker, hat auch die Geschäftsführung in Rotenburg übernommen. Das bestätigt die Rotenburger Kreisvorsitzende Katja Gliem auf Anfrage.

Von einer Fusion sei jedoch derzeit keine Rede, sagt Gliem. Ohnehin lasse das DRK-Recht nur zu, dass ein Kreisverband dem anderen beitrete. Dafür seien viele Formalitäten nötig. Eine enge Zusammenarbeit mit Bad Hersfeld sei das Naheliegende gewesen, auch weil der Rotenburger Geschäftsführer Alexander Stephan gekündigt habe und man einen Ersatz für ihn benötigt hätte. Beide Kreisverbände versprechen sich Synergieeffekte von der Zusammenarbeit, betont auch Frank Leyendecker. Beide hätten mit dem Landkreis einen Auftraggeber im Rettungsdienst. Und beide hätten auch die gleichen Geschäftsfelder. Zwar seien die Strukturen anders gewachsen, meint Leyendecker, man könne sich jedoch in der Arbeit angleichen.

Darauf setzt auch Katja Gliem, die hofft, dass man die Stärken von beiden Verbänden nutzen und damit das Beste für sie finden könne. Die derzeitige Zusammenarbeit werde ergebnisoffen geführt, in einem halben Jahr wisse man mehr, sagt Geschäftsführer Leyendecker. Mit einem wie auch immer gearteten Zusammenschluss habe sich der Kreisverband Hersfeld nicht ernsthaft befasst. „Wir haben keinen Druck.“ Allerdings sei deutlich geworden, dass kleine Organisationseinheiten oder Unternehmen es auf Dauer schwer hätten.

Zweimal wöchentlich arbeitet Leyendecker nun in Rotenburg, unterstützt wird er dabei von seinem Hersfelder Kollegen Björn Wettlaufer im Rettungsdienstbereich. Die Tätigkeit des Rotenburger Rettungsdienstleiters Sebastian Hinske sei davon nicht betroffen, erklären Leyendecker und Katja Gliem.

Gemeinsam arbeite man nach dem Sanierungsplan einer Hamburger Unternehmensberatung. Die existenzielle finanzielle Krise ist nach Einschätzung Gliems erst mal abgewendet. Im März ging es um eine akute Gläubiger-Forderung von 550.000 Euro. Der größte Teil sei über einen Sicherheitentausch, einen Grundschuldeintrag, finanziert worden. Über 100.000 Euro wurde eine Stundungsvereinbarung erzielt, erklärt Gliem. (Silke Schäfer-Marg)

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