Weniger Schulden

DRK-Kreisverband Rotenburg auf dem Weg aus der Krise

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Fahrgestell alt, Aufbau neu: Beim DRK-Kreisverband hat man in Rettungsfahrzeuge investiert. Unser Bild zeigt von links Schatzmeister Alexander Stephan, den neue Rettungsdienstleiter Sebastian Hinske und Vorsitzenden Björn Weber.

Rotenburg. Der einst krisengeschüttelte DRK-Kreisverband Rotenburg befindet sich offenbar auf dem Weg der Konsolidierung: Der Krankenstand und die Zahl der Überstunden der Mitarbeiter haben sich im vergangenen Jahr halbiert.

Auch der Schuldenstand bei den Krankenkassen ist zurückgefahren worden. Außerdem wurden neue Geschäftsfelder erschlossen. Das erklärte der geschäftsführende Vorsitzende Björn Weber gegenüber unserer Zeitung.

Weber bildet gemeinsam mit Alexander Stephan und Lasse Ellenberger seit gut einem Jahr den ehrenamtlichen geschäftsführenden Vorstand. Sie hatten ihre Ämter angetreten, als der Schuldenstand bei den Krankenkassen bei 3,1 Millionen Euro und das Betriebsklima am Boden lagen. Zum Jahresende 2015 kündigten sie zudem dem hauptamtlichen Geschäftsführer. Jetzt ist Alexander Stephan vom Rettungsdienst freigestellt und hat kommissarisch die Geschäftsführung übernommen. Bis zum Jahresende soll ein neuer hauptamtlicher Geschäftsführer gefunden werden.

Die Schulden bei den Krankenkassen, für deren Rückzahlung sich schon der frühere Vorstand auf einen Sieben-Jahres-Plan mit den Kostenträgern geeinigt hatte, sollen bis Jahresende auf 2,4 Millionen Euro zurückgefahren sein, kündigten Weber und Stephan an. Mit dem Betriebsrat habe man sich zudem auf ein Zwei-Schicht-Arbeitszeitmodell geeinigt. Das war bereits vom früheren Vorstand gefordert worden, konnte aber nicht durchgesetzt werden. „Wir konnten die Kollegen anhand von Zahlen und Argumenten vom neuen Modell überzeugen“, sagte Weber. Das sei dem früheren Vorstand nicht gelungen.

Noch immer fehlen Jahresabschlüsse für 2013/14 - der neue Vorstand hat deshalb ein anderes Steuerberatungsbüro mit der Aufarbeitung beauftragt. Zu einem neuen Geschäftsfeld ist die Flüchtlingsbetreuung geworden.

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