600.000 Euro teures Projekt

Ehepaar will alten Bauernhof in Lispenhausen zu Reithalle umbauen

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Hier könnte bald therapeutisches Reiten angeboten werden: Der alte Bauernhof an der Nürnberger Straße in Lispenhausen steht schon länger leer. Ein Ehepaar aus Rotenburg will ihn für rund 600 000 Euro kaufen und umbauen.

Lispenhausen. Ein Ehepaar aus Rotenburg will einen alten Bauernhof an der Nürnberger Straße zur Reithalle umbauen. Dort sollen bis zu 15 Pferde für therapeutisches Reiten gehalten werden.

Das Grundstück befindet sich am Ortsausgang von Lispenhausen in Richtung Bebra. Nach Auskunft von Helmut Glaser vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Braach, der die Planung der rund 600 000 Euro teuren Investition inklusive Kauf übernommen hat, soll sich auf dem Grundstück auch ein auf Pferde spezialisierter Tierarzt ansiedeln. Dessen Praxis würde nach jetzigem Stand zwei Tage pro Woche öffnen.

Die Stadt Rotenburg bestätigte gegenüber unserer Zeitung eine entsprechende Bauvoranfrage. „Wir stehen dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber und glauben, dass eine Reithalle im Sinne der Stadt wäre“, sagt Christian Offer, Fachbereichsleiter für Bauen und Wohnen bei der Stadt. Es müssten aber noch Detailfragen, etwa zur Erschließung und zu den Stellplätzen, geklärt werden, bevor die Stadt grünes Licht geben könne. Offer rechnet damit, dass eine Entscheidung in den kommenden drei bis vier Wochen vorliegen könnte. Der Lispenhäuser Ortsbeirat begrüßt die Pläne ebenfalls.

1500 Quadratmeter Grundstück

In die Bauvoranfrage miteinbezogen sind auch andere Behörden wie der Landkreis und das Regierungspräsidium. „Wir sind aber auf einem ganz guten Weg, alle noch offenen Fragen zu klären“, sagt Ingenieur Helmut Glaser.

Der Bauernhof auf dem gut 1500 Quadratmeter großen Grundstück steht laut Glaser seit mindestens einem halben Jahr leer. Als Bauernhof genutzt worden sei es zuletzt vor rund zehn Jahren, Gebäudeteile seien in den vergangenen Jahren bereits abgerissen worden. Der bisherige Eigentümer lebe nicht mehr.

Stall und Scheune umbauen

Die Gebäudeteile, die noch stehen – Scheune, Stall, Wohnhaus, Maschinenhalle – sollen umgebaut und renoviert werden. „Aus dem Schweinestall wollen wir ein Café mit Aufenthaltsraum machen, im Kuhstall werden die Pferdeboxen untergebracht, das ehemalige Fachwerkhaus soll wiederhergestellt und in den Ursprungszustand versetzt werden“, so der Ingenieur. Geplant sind auch Übernachtungsmöglichkeiten für Therapeuten sowie eine Wohnung für eine Hofwartin. Zudem will das Ehepaar noch weitere dahinter liegende Grundstücke ankaufen, sodass die Pferde insgesamt rund 6000 Quadratmeter Auslauffläche hätten.

„Das Therapie-Reitangebot wird sich an Kinder und Erwachsene richten“, sagt Glaser. Darüber hinaus hätten bereits Firmen angefragt, den Pferdehof für Führungskräfteseminare nutzen zu wollen. Bekommt Glaser grünes Licht von den Behörden, will er den Bauantrag für das Ehepaar zügig stellen, „sodass wir vielleicht schon im Sommer anfangen können.“

Hier soll die Reithalle entstehen: 

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