Elektrotankstelle für E-Bikes, Elektroautos und -rollstühle

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Ladestation am Rotenburger Rathaus: Bürgermeister Christian Grunwald (von links), Heinrich Wacker vom Bauamt, Heinz Schlegel und Horst Heßler von der Bürgerhilfe und Maik Schuchardt von der VR-Bank.

Rotenburg. Die Stadt Rotenburg macht Radlern, denen ein Elektromotor beim Treten hilft, ein neues Angebot.

Neben dem Eingang zum Rathaus am Rotenburger Marktplatz steht seit kurzem eine Elektrotankstelle.

Nutzen lässt sie sich mit Hilfe eines Mobiltelefons. Wer einen an der Anlage befestigten Code abfotografiert und ver-sendet oder eine Kurznachricht mit entsprechendem Inhalt verschickt, öffnet damit eine Klappe vor den Steckdosen und kann sein Fahrrad anschließen. Abgerechnet wird über den Mobilfunkanbieter, der die Kosten auf die nächste Rechnung schreibt.

Etwa eine Stunde dauere das Aufladen des Akkus eines Elektromotors am Fahrrad, erklärt Heinrich Wacker von der Stadtverwaltung. Der Tourist, der das Angebot nutze, könne derweil in ein Café gehen oder durch die Stadt bummeln und zahle einen Euro.

Steckdose für Starkstrom 

Die Anlage eignet sich auch für Autos mit Elektromotor. Eine zweite Steckdose liefert dafür Starkstrom. Die Stadt hat zu dem Zweck einen einzelnen Parkplatz neben der Anlage markiert. Schilder sollen künftig ausschließlich Elektroautos erlauben, diesen Ort neben dem Rathaus anzufahren. Sollte die Stadt künftig über ein Elektroauto verfügen, könne es hier geladen werden, erklärte Wacker. Die Anlage eignet sich auch für Elektrorollstühle.

Die Anlage kostete mitsamt Installation rund 9000 Euro. Der Stadt seien dabei keine Kosten entstanden, versicherte Bürgermeister Christian Grunwald.

Die Mittel stammen aus der Großspende eines anonymen Rotenburgers, aus Fördergeldern des Stromversorgers EAM und von der Vereinsförderung der VR-Bank, die mit ihrem Zuschuss die Initiative der Rotenburger Bürgerhilfe unterstützt.

Bürgermeister Grunwald und Mitglieder der Bürgerhilfe hatten die Idee entwickelt. Die Zahl der Fahrräder mit E-Antrieb nehme zu, so Grunwald. Er freue sich, dass die Stadt den Radfahrern mitten im Zentrum dieses Angebot machen könne.

Von Achim Meyer

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