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Eltern in Aufruhr: Kaloku-Naturkindergarten in der Kritik

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Rotenburg. Massive Probleme gibt es im Kaloku-Naturkindergarten auf dem Dickenrück. Nach einer Elternversammlung am Montag haben inzwischen einige Eltern ihre Kinder aus der Einrichtung genommen.

Während der Versammlung war es zum Eklat gekommen, weil die Vorsitzende des Trägervereins, Claudia Schaubruch, auf Nachfragen von Eltern erklärt hatte, dass einem Kind auf ihre Anweisung hin Essen mit besprochenem Salz gegeben wurde. Es sollte eine Harmonisierung bewirken und Energie geben. Die betroffenen Eltern waren nicht um ihr Einverständnis gebeten worden. Viele andere Eltern werteten dieses Verhalten der Kaloku-Leitung als Vertrauensbruch.

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Eltern sollten Bescheid wissen

Schaubruch, die eine Naturheilpraxis führt, sagte dazu, das Salz sei Bestandteil der homöopathischen Apotheke. Die Eltern seien aufgehetzt worden. Michaela Schwarz-Wenk, Initiatorin des Kaloku-Naturkindergartens, meinte, das Salz sei nur mit Gebeten energetisiert worden.

Kaloku ist ein eingetragenes Warenzeichen. Claudia Schaubruch erklärte, sie und Michaela Schwarz-Wenk seien berechtigt, das Zeichen zu führen. Grundlage der Kaloku-Arbeitshypothese ist laut Schaubruchs Homepage das Huna-Wissen, das „identisch ist mit dem Wissen der keltischen Druiden“. Schaubruch ist Mitglied des druidischen Ordens der Barden, Ovaten und Druiden (OBOD).

Bezüglich der Pädagogik des Kaloku-Kindergartens berief sich Schwarz-Wenk allerdings auf den Pädagogen Fröbel. Für die Fachaufsicht der Kindertagesstätten beim Jugendamt des Kreises erklärte auf Anfrage Michael Adam, Eltern hätten sich über mangelnde Information und ungewöhnliche Vorgänge in der Einrichtung beschwert. Es würden Gespräche „über die bekannt gewordenen Unzufriedenheiten“ geführt. Das Fachministerium werde beteiligt.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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