100 Jahre TG Lispenhausen auf 500 Seiten aufgearbeitet

Hat den Verein mitgeprägt: Willi Pippert, der Vater von Ernst-August, 1988 beim Vorturnen am Barren. Repro: Meyer

Lispenhausen. So viele Namen, Fotos und Geschichten hat Ernst-August Pippert zusammengetragen, so viel Mühe und Liebe investiert d0 für die Chronik der Turngemeinde Lispenhausen.

Das Werk entschädigt in jeder Hinsicht dafür, dass die Lispenhäuser darauf seit der Feier zum 100-jährigen Vereinsbestehen im Jahr 2008 einige Jahre warten mussten.

Ernst-August Pippert gehört zur TG Lispenhausen wie der Verein zum Dorf. Pippert hat den Verein geprägt, und ihm war es das wert, weit mehr als 2000 Stunden Arbeit in die Vereinschronik zu investieren. Akribisch hat er recherchiert, nachgefragt, auf Dachböden Urkunden oder alte Fotos gefunden und das Material am Computer eigenhändig gesetzt.

Entstanden sind genau genommen drei Chroniken, die verschiedene Zeitabschnitte behandeln und zusammen fast 500 Seiten umfassen. Pippert zeigt darin uralte Spielerausweise von Leuten wie Hans Mey, der auch ein TGL-Original war, erzählt Geschichten von den Wanderungen zum Alheimer und aus der Zeit, als Handball noch im Freien auf dem Großfeld gespielt wurde und die Turner im Winter in der Schmiede trainierten, wo es warm war. Wer in den vergangenen Jahrzehnten in einer Gruppe im Verein aktiv war, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Bild von sich in der Chronik finden.

Pippert sagt, dass der Verein ihm im Leben viel Halt gegeben hat. Sein Vater Willi war in der TGL fest verwurzelt, und Ernst-August Pippert fand den Weg in die TGL mit acht Jahren, als er mit dem Handball begann und bald seine Position als Kreisläufer fand. Als Erwachsener engagierte er sich im Verein, den Blick immer auf den Nachwuchs und so auch auf die Zukunft gerichtet.

Von 1992 bis 2008 war Pippert Vorsitzender. Pippert trainiert heute noch die E-Jugend. Ein bisschen stolz ist er, dass Eltern aus anderen Ortsteilen ihre Kinder nach Lispenhausen schicken, weil sie wissen, dass hier gute Arbeit geleistet wird. Die Tradition besteht fort.

Seine Frau Petra hat die Vereinsarbeit von ihrem Mann immer unterstützt, und auch die beiden Söhne waren aktive Sportler. Kürzlich hat Pipperts zweijähriger Enkel Jesper dem Opa gesagt, dass er zum ersten Mal beim Kinderturnen war.

Die einzelnen Teile der Chronik sollen im Laufe des kommenden Jahres erscheinen, der erste, „Bewegung in bewegten Zeiten - 1908 bis 1978“ um Ostern. Pippert bittet Interessenten für den ersten Teil bis Ende Februar um Rückmeldung, um die Auflage festlegen zu können.

Kontakt: Telefon: 0 66 23/3794, E-Mail: e.pippert@gmx.de

Von Achim Meyer

Zur Person

 

Ernst-August Pippert ist 65 Jahre alt. Nach der Ausbildung zum technischen Zeichner studierte er. Als Ingenieur war er im Maschinenbau tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne und zwei Enkelkinder. (zmy)

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