Viele Helfer packten mit an

Erste Flüchtlinge haben die Alheimer-Kaserne bezogen

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Rotenburg. Die ersten Flüchtlinge sind da: Die Erstaufnahmeeinrichtung in der Rotenburger Alheimer-Kaserne hat am Montag ihren Dienst aufgenommen.

Mehrere Busse haben bis zum Abend etwa 60 Asylbewerber in die Kaserne gebracht. Proteste sind ausgeblieben.

Bis zur letzten Minute wurden die Unterkünfte noch hergerichtet. Die Stadt leistete mit Mitarbeitern des Bauhofs unbürokratische Hilfe, um die Vorbereitungen rechtzeitig abzuschließen zu können.

Paletten mit Toiletten- und Handtuchpapier stehen vor der Tür, auf dem Lastwagen stapeln sich die doppelstöckigen Metallbetten - unaufgebaut wohlgemerkt. Es ist der Morgen der Ankunft: Im Laufe des Montags werden die ersten Flüchtlinge in die Alheimer-Kaserne kommen. Doch in der ehemaligen Truppenunterkunft, die sie beziehen sollen, ist längst noch nicht alles vorbereitet.

Packten mit an: Pfarrer Lars Niquet (von links) und Bürgermeister Christian Grunwald halfen am Montag Philipp Stock und Alexander Peisler vom Montageservice Hainer aus Schlitz dabei, die mehreren Hundert Doppelstockbetten abzuladen.

Aus Schlitz ist Matthias Hainer vom Hainer Montageservice mit seinen Mitarbeitern angerückt. Doch sie werden nicht ausreichen, um die Betten rechzeitig aufzustellen. Schließlich müssen die rund 40 Kilogramm schweren Pakete erst noch abgeladen und auf die Stuben in drei Etagen verteilt werden.

Dankbar für helfende Hände

Bürgermeister Christian Grunwald packt mit an, ebenso Pfarrer Lars Niquet, die beide eigentlich für Besprechungen in die Kaserne gekommen sind. „In dieser Situation sind wir wirklich froh über jede helfende Hand“, sagt Pressesprecherin Gabriele Fischer vom Regierungspräsidium Gießen, das für alle Flüchtlingsunterkünfte in Hessen zuständig ist.

Sechs Mitarbeiter des städtischen Bauhofs kommen dazu, um die Betten aufzubauen. „Pro Doppelstockbett brauchen wir etwa eine Viertelstunde“, sagen Uwe Vitt und Doris Demant, die gerade in einer Stube im ersten Stock das letzte Bett montieren.

Packen Pakete aus Bettwäsche und Handtüchern: Stefano Lumbela (links) und Giesbert Kappel vom Betreiber der Erstaufnahmeeinrichtung, European Homecare.

Zu viert oder zu sechst werden die Zimmer auf drei Etagen belegt. So ist in jedem Gebäude für bis zu 230 Menschen Platz. Viel Luxus erwartet sie nicht: Auf den grauen Metallbetten liegen Matratzen mit knallblauem Kunststoffüberzug, dazu gibt es für jeden Bewohner einen schmalen Metallspind und einen Stuhl. Außerdem stehen in jedem Zimmer ein quadratischer Tisch für vier Personen und ein Kühlschrank.

Erste Flüchtlinge kommen in der Alheimer-Kaserne an

Bei der Ankunft wird jeder Asylbewerber noch Bettzeug und ein Handtuch erhalten. Die packen Stefano Lumbela und Giesbert Kappel in einem großen Lagerraum neben dem Eingang in blaue Säcke, damit die Ausgabe schnell vonstatten geht.

Das erste Gebäude ist bis zur Ankunft der Flüchtlinge am Nachmittag weitgehend vorbereitet. In einem anderen müssen Elektriker derweil noch die Brandmeldeanlage verlegen. Das wird erst später in Betrieb gehen. Die ersten Tage müsse improvisiert werden, sagt RP-Sprecherin Fischer. Deshalb werde die Kaserne eben auch nur schrittweise belegt.

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