Fest unter der Linde und Fotoausstellung zur Rückkehr von Meister Adebar

Naturfotografen: Bürgermeister Georg Lüdtke eröffnete die Ausstellung mit faszinierenden Tierbildern von Hannelore Walbröl, Manfred Eifert, Ralf Hohmann und Sabine Grünwald (von links).

Baumbach. Bürgermeister Georg Lüdtke ist, so scheint es, ist durchaus stolz darauf, dass der Storch zurückgekehrt ist nach Baumbach - ein Zeichen dafür, dass die Natur intakt ist.

Den Storch feierten die Baumbacher am Samstag mit einem Fest an der Linde und zuvor mit der Eröffnung einer Fotoausstellung im Rathaus der Gemeinde Alheim in Baumbach.

Gut geschützter Nistplatz: Schilder in der Fuldaaue weisen darauf hin, dass der Storch nicht gestört werden darf.

„Natur um Alheim“ nennt sich ein Grüppchen von Hobby-Fotografen, das sich gegründet hat, um den Naturschutz in der Fuldaaue voranzubringen und die dort lebenden Tiere zu fotografieren. Ralf Hohmann, Sabine Grünwald, Hannelore Walbröl und Manfred Eifert zeigen faszinierende Aufnahmen teils sehr seltener Tiere.

Ralf Hohmann hat die Störche beim Sammeln von Nistmaterial und beim Anflug aufs Nest festgehalten. Den Eisvogel hat er genauso erwischt wie ein Biber-Pärchen, dem er wochenlang geduldig aufgelauert hat. Von Manfred Eifert sind Aufnahmen von Drossel und Rabe. Hannelore Walbröl hat Schmetterlinge wie den Schillerfalter entdeckt und aus nächster Nähe fotografiert, Sabine Grünwald unter anderem die Aufnahme einer Großen Königslibelle kurz nach dem Schlupf beigesteuert.

Renaturierung der Fulda 

Georg Lüdtke erinnerte daran, dass vor über zehn Jahren kaum jemand daran geglaubt habe, der Storch würde nach Baumbach zurückkehren. Die Fuldaaue wurde zwecks Hochwasserschutz umgestaltet und reanaturiert, Tausende Kubikmeter Erde bewegt. Ein Storchennest auf einem Pfahl wurde an der Fulda aufgestellt, später noch ein weiteres am kleinen Baggerteich. Immer wieder ließ sich der Storch blicken - bis er schließlich blieb, ein Pärchen brütete und Junge bekam, dauerte es bis 2014.

Auch in diesem Jahr war der Storch da und kämpfte mit den Nilgänsen um das Nest, berichtet Ralf Hohmann. Zur Brut kam es jedoch nicht. Im nächsten Jahr werde er hoffentlich zurückkehren.

Die Feier im Dorf organisierte der Heimat- und Verkehrsverein. Die Ausstellung im Rathaus ist ab sofort immer zu den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung zu besichtigen.

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