„Volltreffer für die Region“

Festakt zur Einweihung Rotenburgs als Standort der Bundespolizei

Brigitte Bourscheidt (Mitte) von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergibt symbolisch den Schlüssel für die Alheimer-Kaserne an Dr. Alexander Hofsommer, der die Ausbildungsstätte der Bundespolizei leitet. Links ist Bürgermeister Christian Grunwald zu sehen, daneben Alfons Aigner (Leiter der Bundespolizeiakademie) und rechts Staatssekretär Stephan Mayer aus dem Bundesinnenministerium.
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Feierlicher Anlass: Brigitte Bourscheidt (Mitte) von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergab am Dienstag symbolisch den Schlüssel für die Alheimer-Kaserne an Dr. Alexander Hofsommer, der die Ausbildungsstätte der Bundespolizei leitet. Links ist Bürgermeister Christian Grunwald zu sehen, daneben Alfons Aigner (Leiter der Bundespolizeiakademie) und rechts Staatssekretär Stephan Mayer aus dem Bundesinnenministerium.

Bei der offiziellen Schlüsselübergabe an die Bundespolizei wurde gleich mehrfach Hoffnung darauf gemacht, dass die Beamten in Rotenburg auch über 2031 hinaus zuhause sind.

Rotenburg – Die Schüler sind schon seit einer Woche da – am Dienstag folgte auf dem Gelände der Alheimer-Kaserne ein Großaufgebot aus Politik und der Spitze der Bundespolizei. Feierlicher Anlass war die offizielle Schlüsselübergabe der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an die Bundespolizei.

„Der Standort ist prädestiniert dafür, nicht nur temporär, sondern dauerhaft für die Ausbildung zu dienen“, sagte zum Beispiel Staatssekretär Stephan Mayer, der stellvertretend für Bundesinnenminister Horst Seehofer da war. Die Bundespolizei habe seit 2015 ihr Personal um über 10 000 Kräfte auf aktuell 51 600 aufgestockt und führe ihre Ausbildungsoffensive weiter fort, betonte Mayer. Jürgen Schubert, Vizepräsident des Bundespolizeipräsidiums, fügte hinzu: „Irgendwann wird aus Ausbildung Fortbildung. Ich glaube, das wird hier Bestand haben können.“

Über diese positiven Signale konnte sich Bürgermeister Christian Grunwald freuen, der zum Abschluss seiner Rede ebenfalls betonte, dass die Bundespolizei über den bisher offiziell verkündeten Zeitraum bis 2031 hinaus in Rotenburg bleiben solle. „So leicht lassen wir Sie nicht vom Haken“, sagte er. Der Bürgermeister sprach von einem „sehr guten Tag für Rotenburg“. Die Stadt sei ohnehin schon ein Ort der Schulen und Ausbildung – nun seien unter der Woche täglich über 1500 junge Leute dafür in Rotenburg.

Viel Lob für den schnellen Umbau zur Schulungseinrichtung

Dr. Alexander Hofsommer, der den Ausbildungsstandort Rotenburg leitet, sprach von hervorragenden Voraussetzungen in der Alheimer-Kaserne und bedankte sich für die gute Herrichtung des Geländes. Von allen Seiten gab es viel Lob dafür, dass die Kaserne unter Leitung des Aufbaustabes in nur knapp über einem Jahr zur Schulungseinrichtung umgebaut wurde. In einer Zeit, in der überall das Baumaterial knapp sei, sei das eine große Leistung, sagte zum Beispiel Vizepräsident Jürgen Schubert.

Einen Dank richtete die Bundespolizei auch an das Regierungspräsidium Gießen, das mit der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung zuvor Hausherr gewesen war. Für die nötigen Umbauten war die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zuständig gewesen. Die „Facility Management“-Leiterin der Behörde verkündete, dass die Arbeiten noch nicht abgeschlossen seien – unter anderem soll noch ein neuer Lehrsaal gebaut werden.

Hessens Innenminister Peter Beuth bezeichnete die Wahl des neuen Ausbildungsstandortes als „Volltreffer für die Bundespolizei und die Region“. Er erinnere sich persönlich an „viele untröstliche Gesichter“, als die Bundeswehr sich aus Rotenburg verabschiedete. „Ich habe das Bild nicht aus dem Kopf bekommen und die Frage, was wir aus der Alheimer-Kaserne machen können“, so der Minister. Deswegen sei er sehr froh darüber, dass nun eine Verwendung gefunden wurde, die wunderbar in die Region passe. (Christopher Ziermann)

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