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Feuerwehren bewahren Rotenburger Storchensee vor dem Umkippen

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Das Wasser umwälzen: Um den See und die darin befindliche Tierwelt zu schützen, waren 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz.
Das Wasser umwälzen: Um den See und die darin befindliche Tierwelt zu schützen, waren 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. © Feuerwehr Rotenburg/NH

Weil es im Rotenburger Storchensee zu Sauerstoffmangel gekommen war und sich dadurch Algen ausgebreitet hatten, mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr eingreifen.

Rotenburg – Im Vordergrund des Feuerwehr-Einsatzes stand dabei, die Lebewesen im See zu retten.

Von Umkippen ist die Rede, wenn sich der Zustand des Wassers plötzlich so stark verschlechtert, dass eine Gefahr für die Lebewesen darin besteht. Das passiert meist durch eine sogenannte Eutrophisierung: eine verstärkte Anreicherung des Wassers mit Nährstoffen wie Nitraten und Phosphaten.

Sauerstoff zuzuführen war nötig, bevor die Fische verenden

Damit das Wasser letztlich umkippt, reicht ein geringer Anstoß, zum Beispiel – wie auch in desem Fall – Hitze und Trockenheit. Dann kommt es zu vermehrtem Pflanzenwachstum, vor allem bei Algen. Es bildet sich ein Algenteppich an der Oberfläche, der im Wasser lebende Organismen von Licht und Luft abschneidet, wodurch ein Mangel an Sauerstoff entsteht, der für Fische und Co. zum Tod führen kann – wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird.

Das haben rund 15 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Braach, Mündershausen und Lispenhausen sowie der Kernstadt Rotenburg aber getan. Über mehrere B-Rohre und mithilfe eines Wasserwerfers wurde das Wasser des Storchensees angesaugt, anschließend dem See zurückgeführt und somit umgewälzt.

Dem See auf diesem Wege Sauerstoff zuzuführen, war nötig, bevor die Fische verenden, teilt Niels Holstein, Pressesprecher der Feuerwehr Rotenburg, mit. „Das ist ein gängiges Verfahren, was im ganzen Bundesgebiet Anwendung findet“, so Holstein. (Lea-Sophie Mollus)

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