Kein Verständnis für Miesepeter

Franz Mansky setzt sich für die Schönheit der Stadt Rotenburg ein

Mit Zirbes-Gemälde: Franz Mansky ist leidenschaftlicher Fan des Heimatmalers Peter Zirbes. Sein Traum wäre es, den Werken des Künstler in einer „Zirbes-Stube“ eine Heimat zu geben. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Vor dem Fernseher sitzen und sich berieseln lassen, ist Franz Manskys Sache nicht.

„Ich muss immer etwas tun“, sagt der 62-jährige Rotenburger, der seiner Wahlheimatstadt gern neue Stempel aufdrückt. Zuletzt hatte er initiiert, dass die Rathausfenster zu einem Adventskalender umfunktioniert wurden.

Die meisten Rotenburger, aber auch Gäste, kennen Mansky aus dem Kreisheimatmuseum. Seit 2003 arbeitet er dort ehrenamtlich mit und hatte da auch die Idee, einen weitgehend ungenutzten Raum im Erdgeschoss für Ausstellungen zu nutzen.

„Für Miesepeter, die immer nur alles kritisieren, aber selbst nichts tun, habe ich kein Verständnis.“

„Rotenburger Schätze“, „Als Werbung noch Reklame hieß“ und natürlich die Ausstellung mit Werken des Heimatmalers Peter Zirbes sind nur einige der Schauen, die Mansky organisiert hat. Wobei er auf die Zirbes-Ausstellung mit ihrem ungeheuren Besucherinteresse besonders stolz ist. Er hat den Maler noch persönlich kennengelernt und nennt ihn sein künstlerisches Vorbild.

Malen und Zeichnen gehören zu seinen Leidenschaften. Der Frühaufsteher sitzt manchmal schon morgens um 6 Uhr an der Staffelei. Ob seine Bilder einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden, entscheidet nicht zuletzt Manskys Frau Claudia. „Sie ist meine härteste Kritikerin“, sagt er. Das Paar hatte sich 1963 in der Eisdiele Belfi kennengelernt - damals ein beliebter Treffpunkt von Soldaten und jungen Rotenburgern. Der junge Ludwigshafener war nach der Grundausbildung an die Fulda gekommen und verliebte sich prompt in die junge Frau. 1965 heirateten sie.

Eigenes Geschäft 

Beide verbindet die Liebe zur Kunst und zu Antiquitäten - so sehr, dass sie 1991 ein Geschäft an der Webergasse in Rotenburg eröffneten. Franz Mansky war damals noch hauptberuflich als Werbegestalter in Deutschland unterwegs und half seiner Frau in der Freizeit. 17 Jahre lang betrieben sie den Antiquitätenhandel. Dann aber wollten sie mehr Zeit für sich.

Zeit, die vor allem Franz Mansky nutzt, um sich in der Stadt zu engagieren, sie attraktiver zu machen, soweit es in seinen Möglichkeiten liegt. „Für Miesepeter, die immer nur alles kritisieren, aber selbst nichts tun, habe ich kein Verständnis“, sagt er - wohl wissend, dass es davon einige in der Stadt gibt.

Rotenburger Kaffeeklatsch 

Jetzt steckt Mansky mitten in den Vorbereitungen für seine neue Ausstellung „Rotenburger Kaffeeklatsch“, die alles zeigen soll, was mit den gemütlichen Runden zu tun hat . Die Idee dazu kam von seiner Frau. Natürlich können die Ex-Antiquitätenhändler auch selbst ein paar Ausstellungsstücke beisteuern.

Von Silke Schäfer-Marg 

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