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Freibad-Test: 72 Meter langer Rutschenspaß in Rotenburg

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Spaß im Nichtschwimmerbecken: Kinder toben sich auf der Rutsche oder unter dem Wasserpilz aus.
Spaß im Nichtschwimmerbecken: Kinder toben sich auf der Rutsche oder unter dem Wasserpilz aus. © Märthe Werder

Sommerzeit ist Schwimmbadzeit. In unserer Serie stellen wir die elf Freibäder in unserem Landkreis vor. Heute: das Waldschwimmbad in Rotenburg.

Rotenburg – Zum Sonnen, Schwimmen und Rutschen kommt Ralf Mühlhausen fast täglich ins Schwimmbad. „Das ist Lebensqualität“, sagt der Stammgast. Was das Waldschwimmbad seinen Gästen genau zu bieten hat, haben wir uns einmal näher angesehen.

Wasserspaß

Egal ob zum ambitionierten Bahnenziehen oder einfach nur zum Abkühlen – im Rotenburger Waldschwimmbad kommen Badenixen und Wassermänner auf ihre Kosten. In insgesamt drei Becken können sich Groß und Klein richtig austoben. Es gibt einen Einer und ein Dreimeterbrett, von denen Mutige in ein 3,85 Meter tiefes Becken springen können. Das Edelstahl-Schwimmerbecken mit Startblöcken ist 50 Meter lang und zwischen 1,25 Meter und 1,80 Meter tief.

Das Nichtschwimmerbecken endet bis zu 1,20 Meter unter dem Wasserspiegel. Es hat einen Wasserpilz, eine kleine Rutsche und einen Bodenblubbler. Wer lieber große Rutschen mag, wird ebenfalls im Waldschwimmbad fündig. Neben der Rutsche im Nichtschwimmerbecken gibt es auch eine 72 Meter lange Großwasserrutsche, die sowohl Kindern als auch Erwachsenen Freude bereitet.

Ein separates Kinderbecken ist von einem Sonnensegel vor der Sonne geschützt. Auch hier gibt es eine Rutsche, welche beide Beckenteile verbindet. Geheizt werden die Becken über eine Fernwärmeleitung und über eine Solaranlage. Bei unserem Besuch hatte das Wasser eine angenehme Temperatur von 26 Grad.

Gehen gerne ins Freibad: Emma (11) mit ihrer Schwester Pauline (9) auf den Schultern.
Gehen gerne ins Freibad: Emma (11) mit ihrer Schwester Pauline (9) auf den Schultern. © Märthe Werder

Essen und Trinken

Am Kiosk können Freibadbesucher zwischen Eis, Donuts, Pommes, Currywurst und Salat wählen. Es gibt kalte Getränke wie Limo und Bier, aber auch Kaffee und Tee. Besonders beliebt sind natürlich die Pommes. Die sind im Waldschwimmbad geriffelt und etwas dicker. Stellenweise hätten sie ein bisschen mehr Salz vertragen können, dafür gibt’s Ketchup und Mayo kostenlos dazu. Serviert werden die Fritten auf einem Teller aus Styropor und mit einer Plastikgabel – was ein wenig schade ist, da man das Plastik hier gut vermeiden könnte. Die Portion Pommes kostet 3,50 Euro. Bei großem Andrang muss man schon mal gut 15 Minuten in der Schlange einplanen.

Kleine Stärkung: Die Pommes kosten 3,50 Euro, sind geriffelt und eher dick. Ketchup und Mayo gibt’s kostenlos dazu.
Kleine Stärkung: Die Pommes kosten 3,50 Euro, sind geriffelt und eher dick. Ketchup und Mayo gibt’s kostenlos dazu. © Märthe Werder

Am Beckenrand

Die Anlage ist weitläufig und bietet viel Platz, um sich auf die Wiese zu legen. Einige Bäume spenden zwar Schatten, ein Großteil liegt aber direkt in der Sonne. Kinder können klettern und schaukeln. Für Ballsportler gibt’s einen Volleyballplatz. Der Kiosk ist mit ein paar Tischen samt Sitzplätzen ausgestattet. Allerdings spendet nur ein einziger Schirm Schatten – der zwar groß ist, aber längst nicht alle Tische vor der Sonne schützen kann. Das Waldschwimmbad wurde 1962 erbaut und kurz vor der Jahrtausendwende saniert. Dabei ist auch der Umkleidebereich erneuert worden. Umziehen können sich Badegäste entweder in einer Sammel- oder Einzelumkleide, von denen es aber nicht sehr viele gibt. Für einen Euro Pfand kann man seine Sachen im Spind verstauen.

Schlängelt sich den Hang hinunter: Die 72 Meter lange Rutsche.
Schlängelt sich den Hang hinunter: Die 72 Meter lange Rutsche. © Märthe Werder

Besonderheiten

Tickets für das Freibad gibt’s an einem Automaten. Dieser stellt aber beispielsweise keine Familienkarten aus, weshalb es trotzdem eine besetzte Kasse gibt. Unter anderem trainiert der SV Neptun aus Rotenburg auf den wettkampfgeeigneten 50-Meter- Bahnen des Freibads.

Anfahrt

Das Waldschwimmbad liegt ruhig und idyllisch im Heienbachtal, im Osten der Fuldastadt am Rande einer Wohnsiedlung. Die Umgebung ist geprägt von Bäumen. Rund 150 Meter vom Eingang entfernt befindet sich ein kostenloser Parkplatz. Vom Bahnhof in Rotenburg aus erreicht man das Freibad in 15 Gehminuten. Die nächste Bushaltestelle heißt Katzenkopfweg (Linie 303) und liegt rund 450 Meter entfernt.

Achtung, Arschbombe: Philipp springt vom Dreimeterbrett ins kühle Nass.
Achtung, Arschbombe: Philipp springt vom Dreimeterbrett ins kühle Nass. © Märthe Werder

Fazit

Das Waldschwimmbad bietet mit seinen drei Becken viel Platz und Möglichkeiten, um sich im Wasser auszutoben. Die Großwasserrutsche ist definitiv ein Highlight. Ein bisschen mehr Sonnenschutz wäre nicht verkehrt, besonders wenn die Schlange am Kiosk lang ist und man in der prallen Sonne steht. Das Tagesticket für 4,50 Euro pro Erwachsenem ist vergleichsweise teuer. Insgesamt bietet das Freibad Spaß für jedes Alter und verspricht eine tolle Zeit – oder, um es mit Stammgast Ralf Mühlhausen zu sagen: ein Stück Lebensqualität.

(Märthe Werder)

Zum ersten Mal im Waldschwimmbad: Papa Alex ist mit seinen Töchtern Sophia und Sarah aus Friedlos vorbei gekommen und es gefällt ihnen gut.
Zum ersten Mal im Waldschwimmbad: Papa Alex ist mit seinen Töchtern Sophia und Sarah aus Friedlos vorbei gekommen und es gefällt ihnen gut. © Märthe Werder

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