1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra
  4. Rotenburg (an der Fulda)

Führungswechsel in der Rotenburger Polizeistation: Esther Jaekel folgt auf Elmar Vogel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christopher Ziermann

Kommentare

Feierstunde: Elmar Vogel (zweiter von links) wurde am Dienstag in den Ruhestand verabschiedet – er kann also künftig mehr Zeit mit seiner Ehefrau Karin verbringen. Neben Vogel sind von links zu sehen: Nachfolgerin Esther Jaekel, Polizeipräsident Günther Voß und Christian Golomb, Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg.
Feierstunde: Elmar Vogel (zweiter von links) wurde am Dienstag in den Ruhestand verabschiedet – er kann also künftig mehr Zeit mit seiner Ehefrau Karin verbringen. Neben Vogel sind von links zu sehen: Nachfolgerin Esther Jaekel, Polizeipräsident Günther Voß und Christian Golomb, Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg. © Christopher Ziermann

Die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung in der Alheimer-Kaserne, Sanierung und Anbau des Polizeigebäudes, die Corona-Pandemie: Es war eine bewegte Zeit, in der Elmar Vogel die Rotenburger Polizeistation geleitet hat.

Rotenburg – Der Ibaer wurde am Dienstag offiziell in den Ruhestand verabschiedet, der am 1. Juli beginnt – und damit pünktlich einen Tag nach seinem 60. Geburtstag. Dann übernimmt Esther Jaekel. Die Braacherin ist ebenfalls ein Kind der Region.

Der Übergang erfolgt dabei nahtlos, wie Polizeipräsident Günther Voß hervorhob. Also ohne langwierige Ausschreibungsverfahren und kommissarische Lösungen, wie sie bei anderen Behörden immer wieder vorkommen. Die 53-jährige Jaekel war hingegen schon seit einigen Wochen in Rotenburg, um sich einzuarbeiten.

Zunächst stand aber ihr Vorgänger im Fokus. Polizeipräsident Günther Voß lobte, der Leiter der Rotenburger Polizeistation habe „für Gewissenhaftigkeit und Gerechtigkeit“ gestanden. Der Anbau an das Polizeigebäude, der über 20 Jahre in Planung gewesen und dann in die Amtszeit von Voß gefallen sei, sei eine Herkulesaufgabe gewesen. Der Polizeipräsident nannte außerdem die Zahlen für den Zuständigkeitsbereich der Rotenburger Kollegen: Rund 600 Straftaten und rund 750 Verkehrsunfälle werden im nördlichen Teil des Landkreises jährlich verzeichnet. Die Aufklärungsquote sei dabei mit 71 Prozent eine sehr gute.

Christian Golomb, Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg, lobte Vogel für seine Zugewandtheit und sein Pflichtbewusstsein. Auch Personalrat Martin Mohr wünschte Vogel für den Ruhestand alles Gute.

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald sprach stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen der Nordkreis-Kommunen. Er erinnerte daran, dass Vogel seine Arbeit in Rotenburg in einer „nicht ganz einfachen Zeit“ angetreten habe. Während die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in der Alheimer-Kaserne betrieben wurde, habe es auch Einsätze gegeben, die „über das normale Maß hinausgingen“. Umso wichtiger sei der enge Austausch zwischen Polizei und Stadt gewesen, der hervorragend funktioniert habe. „Bei einer Polizeistation im ländlichen Raum, da hat man immer Namen und Gesichter im Kopf. Sie haben mit Leidenschaft und Herzblut für die Menschen gearbeitet.“

Elmar Vogel erinnerte sich: „Als ich vor fünfeinhalb Jahren hier angefangen habe, hat jemand zu mir gesagt: Jetzt lernst du noch mal richtig das Arbeiten.“ Und tatsächlich sei die Schlagzahl in dieser Position und auch insgesamt bei der Polizei sehr hoch geworden – etwas zu hoch, meinte er.

Nach den ereignisreichen vergangenen Jahren wünschte er seinen Kollegen, dass die Zeiten „wieder etwas entspannter“ werden. Seine Kollegen hätten ihn auch bei unliebsamen Entscheidungen stets unterstützt. Bei Golomb, Voß und den Bürgermeistern bedankte er sich für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit – und bei seiner Ehefrau Karin für ihre Geduld. „Ich gehe dankbar und zufrieden in den Ruhestand.“

An seine Nachfolgerin appellierte er: „Bewahre den familiären Charakter dieser schönen Polizeistation.“ Beide hatten vor 30 Jahren schon einmal kurz zusammengearbeitet. Esther Jaekel sei fachlich und als Mensch eine tolle Wahl für seine Nachfolge.

Die 53-jährige Polizeihauptkommissarin hatte nach neun Jahren bei der Autobahnpolizei in Bad Hersfeld zuletzt ein dreiviertel Jahr in Alsfeld gearbeitet und freut sich, dass sie nun aus Braach mit dem Rad zur Arbeit fahren kann. Sie übernehme von Vogel eine gut funktionierende Truppe. Besonderen Wert lege sie auf Transparenz und ein respektvolles Miteinander. (Christopher Ziermann)

Auch interessant

Kommentare