Guttels-Kreuzung: Alheimer CDU will sichere Überquerung

Gefahr für Radfahrer an B 83 im Gudegrund

Wer hier mit dem Fahrrad über die B 83 will, lebt eigentlich gefährlich – es ist aber für Gudegrunder auf dem Weg nach Rotenburg noch die sicherste Variante, sagen mehrere Eltern und Alheimer CDU-Abgeordnete. Die Straße hinten führt zum Hof Guttels, links ist der Biomassehof auf Höhe von Braach zu sehen.
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Wer hier mit dem Fahrrad über die B 83 will, lebt eigentlich gefährlich – es ist aber für Gudegrunder auf dem Weg nach Rotenburg noch die sicherste Variante, sagen mehrere Eltern und Alheimer CDU-Abgeordnete. Die Straße hinten führt zum Hof Guttels, links ist der Biomassehof auf Höhe von Braach zu sehen.

Wer aus dem Gudegrund mit dem Fahrrad nach Rotenburg möchte, kann das nicht auf sicherem Wege tun. Das kritisieren mehrere Eltern und die Alheimer CDU-Fraktion.

Alheim/Rotenburg – Zwischen Biomassehof und der Brücke über die Eisenbahngleise bei Braach muss die B 83 überquert werden – an einer Stelle, die kaum einsehbar ist. Trotzdem nutzen die meisten Radfahrer aus dem Gudegrund diese Kreuzung. „Es ist gefährlich, aber von allen Varianten noch die ungefährlichste“, sagt Vater Jörg Nöding aus Niedergude. Die Gudestraße von Hergershausen zur B 83 und die steile Straße von Niedergude nach Heinebach kämen auf keinen Fall infrage.

Die Gudegrunder betonen, dass die Problematik drängend ist. Gerade in der Sommerzeit würden viele Kinder die Strecke mehrmals die Woche, in den Ferien sogar täglich entlangfahren. „Zum Beispiel, wenn man ins Schwimmbad, zur Eisdiele oder in den Schaukelwald will – dann fahren die Kinder immer an dieser Stelle über die B 83“, sagt Nöding. Einen echten Radweg haben die Gudegrunder nur auf einem Teilstück zwischen Ober- und Niedergude. Ansonsten sind sie auf Landesstraßen unterwegs.

Die Problematik ist im Gudegrund schon lange bekannt. Nun wollen insbesondere die CDU-Abgeordneten aus dem Gudegrund eine Diskussion dazu ins Rollen bringen, sagt Friedhelm Diegel aus Erdpenhausen. „Wir wollen mit der Stadt Rotenburg, mit Hessen Mobil und mit dem Gemeindevorstand sprechen.“ Bislang sei zwar immer alles gut gegangen – der Handlungsbedarf sei aber offensichtlich. Das gilt nicht nur für die Sicherheit von Kindern, sondern ebenso für Senioren. „Wenn man mal in den Biergarten will, kann man das mittlerweile dank der E-Bikes viel eher mit dem Fahrrad machen“, sagt Diegel. Markus Finke fügt hinzu: „Wenn man auf das Auto verzichten kann, weil man auch mit dem E-Bike sicher unterwegs ist, ist das doch genau das, was politisch gewollt ist.“

Die Gruppe hat auch einen Vorschlag, wie für mehr Sicherheit gesorgt werden könnte: mit einer Bedarfsampel, wie es sie auch auf dem Weg nach Melsungen beim Edeka gibt. Die Ampel springt nur an, wenn jemand die Straße überqueren möchte. In jedem Fall müsse etwas unternommen werden – denn derzeit würden sich viele Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h halten. „Auch wenn hier Radfahrer stehen, bremst niemand ab“, sagt Finke.

Die CDU hat zum Thema einen Antrag für die nächste Alheimer Gemeindevertretersitzung gestellt.

Von Christopher Ziermann

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