Inzidenz wieder über 100

Generelle Lockerungen nicht in Sicht - Schulen im Kreis Hersfeld-Rotenburg sollen am Freitag öffnen

Das Foto zeigt einen Klassenraum mit leeren Tischen und Stühlen.
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So leer sollen die Klassenzimmer in den Schulen ab Freitag nicht mehr sein. Dann soll es wieder Wechselunterricht geben.

Die Corona-Lage im Kreis Hersfeld-Rotenburg entspannt sich allmählich. Sollte der Wert auch am 19. Mai unter 165 bleiben, bieten alle Schulen ab Freitag Wechselunterricht an.

Hersfeld-Rotenburg – Weil die Inzidenz am Dienstag jedoch wieder über die 100er-Marke geklettert ist, sind generelle Lockerungen vorerst noch nicht in Sicht. Immerhin: Kitas sollen nächste Woche öffnen.

„Bei einer weiter sinkenden Inzidenz sind wir sehr froh, die nächsten vorsichtigen Lockerungsschritte umzusetzen“, so Landrat Dr. Michael (CDU). Der geplante Wechselunterricht in Schulen gelte auch für Abschlussklassen. An den Präsenztagen müssten sich Schüler zweimal pro Woche testen. Die Notbetreuung im Wechselunterricht werde weiterhin bis einschließlich Jahrgangsstufe sechs angeboten.

Der Regelbetrieb in den Kitas soll kreisweit ab Pfingstdienstag wieder aufgenommen werden. Darauf haben sich nach Angaben des Landkreises die Bürgermeister am Dienstag geeinigt.

Dass die Inzidenz heute über 165 steigt, scheint indes nicht realistisch, da das Gesundheitsamt dafür aktuell 105 Neuinfektionen melden müsste – so viele waren es an einem Tag während der gesamten Pandemie noch nicht.

Grundsätzlich sind drei Inzidenz-Grenzwerte mit Blick auf Lockerungen interessant. Unter 165 gilt Wechselunterricht statt Distanzunterricht, unter 150 darf der Einzelhandel Terminshopping „Click & meet“ anbieten und unter 100 treten die Vorgaben der Bundes-Notbremse außer Kraft. Dann würden wieder die Regeln des Landes Hessen gelten. Dafür ist es im Landkreis aber noch zu früh.

Denn: Bei allen Werten gilt, dass sie jeweils an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten werden müssen. Sonn- und Feiertage zählen nicht. Sobald das gegeben ist, treten die nächstmöglichen Lockerungen automatisch zwei Tage später in Kraft. Sollte die Inzidenz allerdings dann wieder eine der drei Grenzwerte überschreiten, würden die jeweiligen Beschränkungen bereits nach drei Tagen in Kraft treten – und das Warten ginge wieder von vorn los. (Sebastian Schaffner)

Solange die Bundes-Notbremse gilt, also der Wert über 100 liegt, ist die 7-Tage-Inzidenz des Robert-Koch-Instituts maßgeblich – und nicht die des Gesundheitsamtes. Das RKI bezieht sich zwar auch auf die Infektionszahlen des Landkreises, liefert aber aufgrund unterschiedlicher Meldefristen und veralteter Einwohnerzahlen stets andere Werte als das Gesundheitsamt. Am Dienstag meldete das RKI für den Kreis eine Inzidenz von 104,4. Das Gesundheitsamt kam auf 104,8. (ses)

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