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Zwei Bands begeistern das Publikum im Lokschuppen Bebra

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Von: Susanne Kanngieser

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Lautstark und unter Volldampf: The NoNotes brachten den Lokschuppen mit Rockklassikern und Metal-Hymnen sehr schnell zum Kochen.
Lautstark und unter Volldampf: The NoNotes brachten den Lokschuppen mit Rockklassikern und Metal-Hymnen sehr schnell zum Kochen. © Susanne Kanngieser

The NoNotes und Red Carpet gastieren im Lokschuppen und heizen dem Publikum ordentlich ein.

Bebra – „Jetzt kommt die Konfirmanden-Gruppe aus Bad Hersfeld“, sagt die schwarz gekleidete Frau am ersten Tisch vor der Bühne, abschätzig lächelnd. Natürlich kam sie wegen der Rock‘n Roller The NoNotes am Freitagabend in den Lokschuppen. Und natürlich war die Bad Hersfelder Formation Red Carpet, eine junge Vorgruppe mit Coversongs im Gepäck, „nur“ der Anheizer für die etwas älteren Buben der NoNotes. Aber nach einer Stunde dürfte wohl auch sie gemerkt haben, dass der rote Teppich aus dem Konfirmandenalter längst raus ist. Es waren die ausgefeilten Arrangements und die außergewöhnliche Setlist, die Red Carpet von einer reinen Coverband unterscheidet. Sie setzten mit Songs der Red Hot Chili Peppers, mit dem aufgepeppten Country-Song von Dolly Parton „Jolene“, mit „Valerie“ von Amy Winehouse oder dem akzentuierten „Word Up“ von Cameo eigene Akzente, verliebt in Details und klanglichen Raffinessen. Red Carpet bewegte sich auf dem Grad einer authentischen, aber auch individuellen Interpretation des jeweiligen Titels und ließ auch Raum für kreative Ideen.

Die Musiker um Frontfrau Emma Hummel und Sänger Till Jäger präsentierten sich als echte Einheit und erzeugten einen unverwechselbaren kraftvollen Livesound. „Mit Bands wie Red Carpet muss man sich um die Zukunft von Rock und Rock´n Roll in unserer Region keine Sorgen machen“, stellte auch Lokschuppen-Hausherr Matthias Bähr nach dem umjubelten Auftritt begeistert fest.

Die waldhessischen Kult-Rock’n’Roller NoNotes spielten lautstark, druckvoll und unter Volldampf Rockklassiker und Metal-Hymnen und brachten wie erwartet den Lokschuppen sehr schnell zum Kochen. Mit anarchischem Rock, handgemacht, geradlinig und ohne Schnörkel. Den Musikern ging es in erster Linie darum, dass die Fans einen guten Abend hatten, an dem sie alles vergessen und in die Musik abtauchen konnten.

Und es gab natürlich ordentlich was auf die Ohren. Der Sound bewegte sich verwegen zur brachialen Musik. Die Atmosphäre hatte ein bisschen Indoor-Wacken-Flair: Männer und Frauen stürmten vor die Bühne und tanzten mit Biergläsern in der Hand einen wilden Pogo. Mit Rock’n’Roll-Klassikern der Marke AC/DC, Motörhead, Rose Tattoo, Girlschool oder den Ramones und einer fackelnden Mischung aus Leidenschaft, Ehrlichkeit und messerscharfen Riffs schmetterten die Männer ihrem Publikum eine Breitseite an positiver Energie entgegen.

In explosiver Stimmung war wieder mal Jens „Kutte“ Koch, Sänger und Frontmann der NoNotes, der stets hellwach seine Fans anfeuerte. Viel Applaus gab es für diesen hundertprozentigen heißen Charaktersound der NoNotes, der so intensiv wie ein Tequila wirkte. (Susanne Kanngieser)

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