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Glasfaser-Ausbau in Rotenburg: Goetel verlängert Vertriebsphase

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Von: Christopher Ziermann

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Seit Monaten Teil des Ortsbildes in Rotenburg und den Ortsteilen: Das Telekommunikationsunternehmen Goetel wirbt um Kunden für den Glasfaser-Ausbau bis zur Haustür. Archi
Seit Monaten Teil des Ortsbildes in Rotenburg und den Ortsteilen: Das Telekommunikationsunternehmen Goetel wirbt um Kunden für den Glasfaser-Ausbau bis zur Haustür. Archi © René Dupont

In Dankerode und Schwarzenhasel werden bald schnelle Glasfaser-Leitungen bis zur Haustür verlegt. In den beiden Dörfern wurde die Quote von 40 Prozent erreicht.

Rotenburg – Sogar über 40 Prozent der Haushalte haben einen Vertrag mit dem Kommunikationsunternehmen Goetel abgeschlossen, teilt das Unternehmen auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Goetel ist derzeit in Rotenburg und den acht Ortsteilen auf Kunden-Akquise – wir berichteten. Bei Erfüllung der 40-Prozent-Quote werden für die Interessenten die schnellen Internetleitungen von den Verteilerkästen bis zur Haustür ausgebaut.

In der Kernstadt und in Atzelrode, Braach, Erkshausen, Lispenhausen, Mündershausen und Seifertshausen schauen diejenigen, die einen Vertrag mit Goetel abgeschlossen haben, noch in die Röhre – Stand jetzt. Die Vertriebsphase hatte das Göttinger Unternehmen zunächst bis Ende Juli angesetzt. Die Frist wurde nun bis zum 15. Oktober verlängert, sagt Felix Kadèra aus der Marketing- und Kommunikationsabteilung.

Atzelrode und Erkshausen stehen kurz vor Erreichen der Quote

„Wegen der Sommerferien haben wir viele Haushalte noch nicht erreicht“, erklärt Kadèra. Derzeit steht der Direktvertrieb mit Beratungsgesprächen an der Haustür an. Atzelrode und Erkshausen stehen kurz vor Erreichen der Quote. „Für die Ortsteile, die die Quote erreichen, werden wir auch ein Glasfasernetz bauen“, stellt Kadèra klar. Es müsse nicht die ganze Kommune die 40 Prozent erreichen.

„Ich freue mich, dass mit Schwarzenhasel und Dankerode zwei Ortsteile die Quote erreicht haben. Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht für die Bürger“, sagt Bürgermeister Christian Grunwald. Unterdessen sind auch andere Telekommunikationsunternehmen an das Rathaus herangetreten, die Interesse bekunden, Rotenburg mit Glasfaser bis zur Haustür zur versorgen.

„Es könnte sein, dass demnächst auch andere Anbieter auf den Markt treten“, sagt der Bürgermeister. Die Stadt werde nicht nur Goetel, sondern auch andere Unternehmen unterstützen. So lautete auch der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im April, der nicht auf das Göttinger Unternehmen beschränkt war: Angestrebt wird ein Glasfaserausbau mit Initiativen von privaten Unternehmen.

90 Prozent der Kosten würden von Bund und Land getragen

Bei einem „Marktversagen“, wenn also keine Unternehmen an dem Ausbau interessiert wären, hätte die Stadt das Anliegen auch selbst in die Hand nehmen können. 90 Prozent der Kosten würden dann von Bund und Land getragen.

Das ist durch die Initiative von Goetel und möglicherweise noch weiterer Unternehmen aber nicht der Fall. Für Grunwald steht fest: „Die Prämisse ist der flächendeckende Glasfaserausbau. Für die Bürger kann es nur ein Gewinn sein, wenn sich dafür auch andere Unternehmen interessieren.“ (Christopher Ziermann)

„Letzte Meile“ derzeit noch mit Kupfer

Die Breitband Nordhessen GmbH, die den fünf nordhessischen Landkreisen gehört, hat in den vergangenen Jahren Glasfaserleitungen in ganz Nordhessen verlegt. Die enden aber bei den grauen Verteilerkästen. Von dort aus werden die Daten weiter über die alten Kupferkabel geleitet. Dabei geht Geschwindigkeit verloren und die Leistungsfähigkeit der Kabel nimmt ab, wenn es viele parallele Nutzer gibt. Das ist bei Glasfaser-Leitungen nicht der Fall.

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