Gottesdienste waren immer gut besucht

Pastor Armin Siebald verlässt die Freie Evangelische Gemeinde

Familienfoto: Renate und Armin Siebald leben in Rotenburg mit ihren Söhnen (von links) Lukas, Steffen, Carlos und Adrian. Armin Siebald war über 13 Jahre lang Pastor der Freien Evangelischen Gemeinden Rotenburg und Knüllwald-Remsfeld. Foto: Hefter

Rotenburg. Für Armin Siebald beginnt mit dem neuen Jahr auch ein weiterer Lebensabschnitt: Er verlässt seine alten Gemeinden und freut sich auf neue Herausforderungen.

Nach über 13 Jahren als Pastor der Freien Evangelischen Gemeinden in Rotenburg und Knüllwald-Remsfeld wird er am 4. Januar mit einem Gottesdienst verabschiedet.

Er und seine Frau Renate sind sich einig, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Gehen ist. „Wir brauchen eine neue Herausforderung“, berichtet der 54-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung.

Armin Siebald ist ebenso wie seine Frau in einer gläubigen Familie aufgewachsen und christlich erzogen worden. Für seine Entscheidung, Pastor zu werden, ließ er eine Beamtenlaufbahn bei der Post sausen - in der Gewissheit, das Richtige zu tun. „Ich habe eine Berufung von Gott erhalten“, sagte er.

An seine Zeit hier werde er gute Erinnerungen mitnehmen. Besonders habe ihm das Predigen am Herzen gelegen: „Das mache ich mit Leidenschaft“.

Der Gottesdienstbesuch in seinen Gemeinden sei sehr gut, berichtet er. Etwa 80 sind es jeden Sonntag in Rotenburg, obwohl die Gemeinde nur 60 Mitglieder hat, in Remsfeld verhält es sich ähnlich. „Wir sind offen für alle.“

Großen Wert lege er darauf, nahe an den Menschen zu sein, nicht nur an denen aus der eigenen Gemeinde: Um ihnen zuzuhören, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sie zu ermutigen, sich auf Gott zu verlassen. Viel Freude habe er auch am biblischen Unterricht für Jugendliche gehabt, der vergleichbar mit dem Konfirmandenunterricht ist. Und sehr gerne organisierte und leitete er Gemeindefreizeiten. Wichtig seien ihm auch gute Kontakte zu seinen Kollegen der evangelischen und katholischen Kirche sowie anderer Freikirchen.

Seine Frau unterstützte ihn und engagierte sich ebenfalls für die Gemeinde. Dabei brachte sie ihr musikalisches Talent ein und leitete unter anderem einen Bibelgesprächskreis für Frauen.

Jetzt wollen sich die Siebalds eine Auszeit nehmen und in Ruhe eine Entscheidung treffen, wie es beruflich weitergehen soll. Der Pastor und seine Frau könnten sich eine neue Aufgabe im seelsorgerisch-sozialen Bereich vorstellen, denn, so ihre Erfahrung, Arbeit gebe es hier mehr als genug. „Wir werden sehen, wo wir gebraucht werden.“

Der Verabschiedungsgottesdienst für Armin Siebald am Sonntag, 4. Januar, beginnt um 11.30 Uhr im Gemeindehaus an der Friedrichstraße in Rotenburg.

Von Susanne Hefter

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